Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

  • Ich habe nochmal darüber nachgedacht, warum manche der alten Verantwortlichen so an ihren Sesseln kleben.


    möglich wäre:
    - Sie denken, dass sie durch Insiderwissen/Erfahrung Arminia besser helfen können, als neue Kräfte.
    - Ihnen ist eine Position bei Arminia für ihr Ego wichtig.
    - Sie haben irgendwelchen (wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, persönlichen) Nutzen, ein Amt bei Arminia zu bekleiden.
    - Sie haben etwas zu verbergen, was nicht ans Tageslicht darf.


    Dann ist mir nochmal die Sache mit der Haftung in den Sinn gekommen. Wer weiß genau, in welcher Form Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungrat persönlich für Schäden haften und aufkommen müssen? Grundsätzlich ist das doch so, es fragt sich nur, unter welchen Umständen das greift.


    Welche Juristen kenne sich aus? Oder wissen Sie, Herr Mamerow, darüber bescheid?


    @ Vorstandliestmit: Sie haben an andere Stelle geschrieben
    "...habe ich den Schatzmeister gemacht, und wie oft habe ich das bereut!"
    und "Nur zu! Und wenn jemand meint, Schatzmeister machen zu wollen, nur zu!"


    Ganz im Ernst, ich könnte mir vorstellen, dass einzelne potentielle Kandidaten für Arminias Gremien sich einfach deswegen nicht zeigen, weil sie keinen Neuanfang sehen, weil sie zu viel alte Namen sehen und damit "Misswirtschaft" verknüpfen. Wenn Leute das Gefühl hätten, bei Arminia wirklich etwas bewirken zu können, ohne (aus ihrer Sicht) von Vertuschern und Inkompetenten behindert zu werden, würden sie sofort einsteigen. ( Evtl. gilt das übrigens auch für die restliche Wirtschaft außerhalb von Schüco.?!)


    Ich könnte mir vorstellen, wenn Sie und Herr Brinkmann nicht mehr in das Präsidium wollten und der VR komplett neu besetzt werden könnte, würden sich geeignete Kandidaten finden! :)


    Ich wiederhole mal eine Passage aus meinem Posting aus dem "Falls die Stadt..."-Thread:
    --In der Politik und im Grunde auch in der Wirtschaft, übernimmt man dafür die Verantwortung und räumt seinen Platz. Das wäre ehrenhaft und würde von den Mitgliedern honoriert. Und ein Held wäre man, würde man sagen: "Ja, ich persönlich habe Fehler gemacht, ja, ich übernehme Verantwortung und mache den Weg für einen Neuanfang frei und ich werde, auch ohne Amt ehrenamtlich mit Rat und Tat beratend und aufklärend zur Seite stehen! Das bin ich dem Verein schuldig. Denn es geht nur um Arminia!"--


    Also, Herr Mamerow, wie wäre ein Amtsverzicht Ihrerseits, stattdessen eine ehrenamtliche Einarbeitung und externe Unterstützung eines Nachfolgers durch Sie? Unter Zurverfügungstellung ihres Insiderwissens/Ihrer Erfahrung? Ein solches Angebot wäre eine große Geste! :hi:


    LG
    :arminia:

  • Zitat

    Original von Illcoron


    Womit ich gleich zum Zweiten und vielleicht schwerwiegenderen Punkt komme. Dem Berger Gutachten. Ich weiß nicht wer hier aus dem Forum heute Nachmittag die Radiodiskussion mit Herrn Ludwig von der CDU verfolgt hat. Laut den Aussagen, die Herr Ludwig da bei Radio BI getroffen hat, scheint das Bergergutachten davon ausgehen, dass man die nächsten zwei bis drei Jahre die Klasse hält, sprich zweite Liga spielt. Stimmt das so? Wenn dem so ist kann ich Herrn Ludwig nur zustimmen in seiner Meinung, dass genau diese Annahme sehr zweifelhaft ist. Was passiert bitte, wenn der DSC Aufgrund von nun notwendigen Spielerverkäufen und Verletzungen, die ja kommen können, einen derartigen Aderlass erleidet, dass wir die Klasse nicht halten können und in die 3. Liga müssten? Ist der ganze Plan dann hinfällig? Wie sieht ein Konzept für diesen Fall aus? Eine Planung mit 55 Punkten und Platz 5 für nächste Saison halte ich persönlich für sehr utopisch. Ich würde mal von 40 Punkten und Platz 8 - 14 augehen, jenachdem was der Verein zur Schuldentilgung so an Spielern los wird.


    Zunächst bleibt festzuhalten, dass Herr Ludwig vor einigen Jahren wg. Weitergabe von Aufsichtsratsinterna an die Sportbild aus dem Aufsichtsrat entfernt wurde. Er hat zwei Klagen dagegen verloren. Des Weiteren ist er wg vereinsschädigendem Verhalten vom Ehrenrat aus dem eV geworfen worden. Wenn er sich jetzt mit weniger als Halbwissen äußert, ist das bemerkenswert...
    Sehr erstaunt bin ich, dass er offensichtlich wieder vertrauliche Unterlagen hat und öffentlich diskutiert, die er nicht haben dürfte. Er ist Rentner, kein Ratsmitglied, kein Beigeordnetet.


    Jede Firma, auch meine eigene, ist unternehmerischen Unsicherheiten ausgeliefert. Das liegt nunmal in der Natur unserer Marktwirtschaft. Eine Alternative wäre die Planwirtschaft, dann weiß man vorher angeblich wie es morgen wird....
    Am Anfang des Jahres kenne ich meine Kosten, aber die Umsätze kann ich nur planen. Genau wie den sportlichen Erfolg...
    Die Fortführungsprognose wurde von Berger entwickelt und von der von der Stadt beauftragten Wirtschaftsprüfern PWC bestätigt. Dass kann doch aber nicht heißen, dass jedes Risiko für immer ausgeschlossen ist. Wo leben wir denn? Das ist doch reiner Populismus!


  • Vielleicht mache ich das ja? Aber sicher würde ich das nicht vor dem 2.6. bekanntgeben. Denn die Verhandlungspartner im Land, Stadt und vor allem Banken wollen vor allem Kontinuität in den Gesprächspartnern. Hier habe ich mir erhebliches Vertrauen aufgebaut und erfahre viel Rückhalt und Unterstützung. Die erhalte ich übrigens auch von den organisierten Fanverbänden und ASC sowie den Sponsorbeirat.
    Leider sind sie ja anonym hier, da ist es immer leichter, zu argumentieren, da man sich ja keine Blöße geben muss. Da sie offensichtlich gut mit den KA können, fragen sie doch mal F. Straetmanns nach meiner Arbeit!!! Gerade von ihm habe ich wesentliche Unterstützung bekommen!


  • 100% Zustimmung

    Fußballgott!

  • Wenn endlich wirklich die Ergebnisse der Aufklärung offenliegen, wird sich meiner Meinung zeigen, daß die individuelle Schuld Einzelner, seien es Mamerow, Brinkmann usw., wesentlich geringer ist, als es derzeit hier so hitzig propagiert wird. Es ist eher ein Scheitern des Systems "Arminia" in seiner bisherigen Form.


    Und bitte, die Vergleich mit der Wirtschaft, daß dort jemand sofort gefeuert oder solche Mißstände ohnehin nicht möglich seien - das ist doch Quatsch! In welchem Betrieb wird nicht mal mißgewirtschaftet, fehleingeschätzt oder falsch kalkuliert? Wer sah alles die Wirtschsftskrise vorraus? Sind alle Insolvenzen nur auf Dummheit der Vorstände, der Aufsichtsräte usw. zurückzuführen? Und haben die alle keine 2. Chance verdient? Dann gäb es Wirtschaft in Deutschland nicht mehr...


    Bei Arminia hat es Fehler gegeben, im Prinzip einen großen: daß Kentsch sich, nach Jahren guter Arbeit - und laßt es aus gewisser Überheblichkeit gewesen sein - bei der neuen Tribüne verhoben hat. Und daraufhin sich genötigt sah, dies in der Folgezeit durch finanzielle Konstrukte zu verschleiern. Klar, natürlich um seinen Kopf zu retten, aber auch, weil er noch die Hoffnung hatte, sich da raus zu hangeln.
    Das die geschönten und teilweise attestierten Zahlen erstmal den Aufsichtsrat passieren konnten, der sein Augenmerk ja auf die Leistbarkeit der Pachtzahlungen und nicht auf die Bauausführungen legte, halte ich für verständlich - und ich halte mich mit Vorverurteilungen zurück.


    Das im Präsidium(und VR) zu spät reagiert wurde,lag, denke ich, am erworbenen Vertrauensvorschuss Kentschs, zumal ja die notwendigen Mittel aus der KGaA durch den Aufsichtsrat genehmigt wurden. Ein Fehler sicherlich, aber aufgrund des eng zusammenarbeitenden Zirkels auch verständlich. Ein Vorstand muß sich gegenseitig vertrauen, sonst ist eine Arbeit unmöglich.


    Schon durch eine Trennung Schatzmeister/GF KGaA hätte vieles vermieden werden können - die brauchen sich nämlich nicht vertrauen! Aber hätte, wenn und aber, man kann das Rad nicht zurückdrehen, man muß nach vorne gucken indem man aus diesen Fehlern lernt - und da ist mir jeder willkommen, der die Lektion verstanden hat, sei er schon in einer Position gewesen oder ob er sich neu einbringt.


    Solange es sich nur um menschliche, kleine Fahrlässigkeiten handelt, wie sie ehrlicherweise jedem im Job vorkommen, ist es mir egal(auch wenn sie zusammen zu einem Großen Mal kumulieren konnten, ich halte nichts von Kollektivschuld), erst wenn es Beweise für das grob fahrlässige, gar mutwillige Fehlverhalten einer Person gibt, bin ich bereit, hier von Schuld zu sprechen!


    Und dazu: Daß es immer jemanden gibt, der schon immer drauf hingewiesen hat; es ist klar, man kennt diese Leute, sie sterben entweder als Prophet - oder als Kauz!

    ...........................................................................


    ...........................................................................

    Einmal editiert, zuletzt von athur ()

  • Zitat

    Original von Richie
    Eines möchte ich Herrn Mamerow an dieser Stelle mal zugestehen: Wenn man nicht besonders bewandert in wirtschaftlichen Fragen ist (was aber zumindest auf Herrn Brinkmann keinesfalls zutrifft), dann ist es sehr schwer die Vorlagen des Finanzchefs anzuzweifeln. Wer schon mal einen Blick in eine Bilanz geworfen hat, der weiß auch, dass die vorgeschaltete Gewinn- und Verlust-Rechnung alles andere als übersichtlich sein kann. Da mag die Neigung, dem Geschäftsführer zu glauben, durchaus verständlich sein. Zumal ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen die Zahlen im Vorfeld geprüft und sie abgenickt hat.


    Das Problem besteht wie so oft darin, dass auch die prüfenden Unternehmen und Gremien auf das Zahlenwerk angewiesen sind, welches man ihnen vorstellt.


    Sollte sich das alles so bewahrheiten wie es hier dargestellt wird, müsste man Herrn Kentsch allerdings meiner Ansicht nach in Regress nehmen können. Denn das grenzt nach der obigen Darstellung nicht mehr an Betrug, sondern es ist eine ausgeklügelte Verschleierungstaktik und somit sicherlich auch strafwürdig. MAn möge mich korrigieren.


    Moin Richie,
    ich kann nicht verstehen, dass sich die Herren ausschließlich auf die Aussagen des Geschäftsführers Finanzen und eines Wirtschaftsprüfungsunternehmen verlassen. Auch wenn das Lesen von Bilanzen nicht einfach ist, kann man doch wohl erwarten, dass man die eigenen „Glubscher“ aufmacht und die Nase mal ein wenig in die Bücher steckt (Wir reden hier ja nicht von einer schwer zu entdeckenden Differenz von 12.000,-€ ? Sondern von mindestens 12 Mio.€ !) Vor allem, unter Berücksichtigung folgender Faktoren:


    (Zitat Wiki) Wirtschaftsprüfung soll die formale und sachliche Korrektheit der Angaben eines Unternehmens sicherstellen und nicht, wie in der Öffentlichkeit vielfach vermutet wird, ein Urteil darüber fällen, ob sich das Unternehmen in einer wirtschaftlich guten Lage befindet.


    Das Hauptgebiet der Tätigkeit von Wirtschaftsprüfern ist die Jahresabschlussprüfung. Daneben werden Zwischenabschlüsse geprüft, etwa bei Unternehmensveräußerungen, Umwandlungen oder anderen Strukturveränderungen. Selten, aber besonders arbeitsintensiv sind Sonderprüfungen zur Aufdeckung vermuteter Unregelmäßigkeiten.


    Von Seiten der Wissenschaft und der Praxis wird immer wieder Kritik an der Konzeption des Wirtschaftsprüfers geübt, da ein Wirtschaftsprüfer bei jeder Prüfung in dem Zielkonflikt steckt, einerseits sorgfältig – seinem Auftraggeber gegenüber kritisch – zu prüfen und andererseits wieder den Prüfungsauftrag für das nächste Jahr zu bekommen.


    Und (Nebenbei) das Ergebnis der sogenannten Prüfungskommission, um Herrn Wilfried Lütkemeier und Friedrich Straetmanns ist genau so wenig aussagekräftig. Um nicht zu sagen lächerlich. Mit ernsthafter Aufarbeitung der finanziellen Unregelmäßigkeiten, hat das absolut nichts zu tun! Hier werden wir ein weiteres mal verschaukelt..


    Wirtschaftsprüfung dürfen nur nach der Wirtschaftsprüferordnung zugelassene Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer durchführen. Davon zu unterscheiden ist eine Kontrolle durch Mitarbeiter des geprüften Unternehmens, die man dann als Innenrevision bezeichnet, oder eine Kontrolle der Finanzen eines Vereins durch aus dem Mitgliederkreis gewählte Rechnungsprüfer (Rechnungsprüfung).


    Oder sehe ich hier irgendwas falsch?

    Wo einst der große Schwick-Fürst in die Gegend geschaut, wo mit vielen Millionen die Alm ist gebaut, wo man lang nach Kompetenz Ausschau hält, da ist meine Heimat, da ist Bielefeld.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tutnixzursache ()


  • Ich habe für meine Tätigkeit als Betriebsrat zwei Wirtschaftsausschußseminar besucht. Ich kann Bilanzen lesen und ich kann eine G+V lesen. Zudem habe ich schon gesehen, wie Wirtschaftsprüfungen in Auftrag gegeben wurden, die am Ende das ergeben haben, was der Arbeitgeber ergeben haben wollte ;).


    Deshalb muss ich ganz klar feststellen, dass ein Wirtschaftsunternehmen immer die Möglichkeit hat, zumindest von den ungeübteren "Halbwissenden" wie mir, Zahlen zu verschleiern und zu verfälschen. Sei es über Umlagen, über Prognosen oder über andere, weniger nachvollziehbare Aufschlüsselungen kalkulierter Beträge. Deshalb halte ich es absolut für möglich, dass Herrn Kentsch in der Lage war, zu suggerieren, man könne sich die Stadionrate auch in der zweiten Liga leisten.


    Was man dem Aufsichtsrat und den verantwortlichen Herren vorwerfen muss ist, dass sie sich nicht tief genug eingearbeitet haben. Das sie sich trotz vorhandenem, fundiertem Wirtschaftswissen haben in die Tasche lügen lassen. Sowas geht gar nicht.


    Aber wenn wir von Konsequenzen reden, muss man auch mal sehen, wer denn die Scherben auffegen kann. Das können auf die Schnelle - und die ist wegen der gefährdeten Lizens leider geboten - nun mal nur die Menschen, die den Klüngel überblicken können, weil sie ihn mit verantwortet haben. Zudem bleibt uns derzeit in meinen Augen gar nichts anderes übrig, als die Kontakte von Herrn Brinkmann zu nutzen, um die Politik zum Handeln zu bewegen.


    Am Ende des Tages wird es eine Frage der zur Verfügung stehenden Kandidaten sein. Aber ich bin ebenfalls der Meinung, dass Herr Brinkmann nicht der geeignete Präsident für einen Neuanfang ist. Dazu hat er im Vorfeld zu viele Fehler gemacht, die er nicht eingestanden hat. Im Gegenteil, ganz in der Art eines Unternehmers, will er nach eigenen Fehlern "nicht in die Vergangenheit" schauen. Die Tatsache, dass er den selbst zu verantwortenden Schaden durch Winflussnahme bei der Stadt wieder gut machen will, reicht meines Erachtens nicht aus, um ein geeigneter Kandidat zu sein. Das ist eher eine Frage des Anstands und der Ehre!


    Ich würde mir als Präsident sowieso lieber einen bekannten Representanten wünschen. Also eher so Typen wie Uli Stein, Matze Hain oder andere verdiente Arminen. Einen Grüßonkel halt. Die Arbeit erledigen dann Fachleute in den Gremien, denn da gehören solche Repäsentanten nicht hin.


    Ich hoffe, dass die Stadt den Verein rettet. Aber ich fürchte, dass wir in dem Fall auf eine echte Aufarbeitung am Ende vergeblich warten werden.

    Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah!


    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

  • Zitat

    Original von Vorstand liest mit
    ...Des Weiteren ist er wg vereinsschädigendem Verhalten vom Ehrenrat aus dem eV geworfen worden...


    ...ein Schicksal das unserem dicken Makler Uli Möntmann - dem gloreichen Verkäufer der skyoffices - leider nicht zuteil geworden ist. Er soll angeblich Frank Kottmann, als dieser noch Vizepräsident gewesen ist, geschlagen haben.


    Warum hat der Ehrenrat da denn nicht durchgegriffen?

  • Meine Güte, da ist man mal 3 Tage weg und schon muss man sich hier 2 Stunden erstmal einlesen. Nebenbei muss ich immer überlegen, in welchen der beiden Threads (der hier und der Bürgschaftsdingens) man denn seinen Beitrag schreibt.


    Im Gedächtnis sind mir vom Einlesen geblieben Wörter wie Populismus, Spielball der Politik, schlechtes Bauchgefühl von Herrn M. und die üblichen Postendiskussionen.


    Ich hab das auch schon im letzten Jahr vor der ominösen Hauptversammlung geschrieben, dass das Vertrauen nunmal futsch ist und die aktuell handelnden Personen das im Prinzip in der Öffentlichkeit unmöglich wieder aufbauen können. Darum waren meine Hoffnungen auch in erster Linie in die 4 Personen Kottmann, Willmann, Straetmanns und Anders gesetzt. 3 davon sind aus diversen privaten Gründen schon wieder weg und beim 4. habe ich aufgrund seiner KA Vorgeschichte erhebliche Bedenken, dass er die Verwaltungsratswahl als VR-Mitglied und hoffentlich auch Aufsichtsrat übersteht. Was im letzten Jahr noch "schick" war (KA) ist im Moment ja bei manchen der "Teufel" persönlich, wenn man im Vorfeld der Satzungsänderung die Diskussionen gelesen hat. (Aber zum Populismus gleich noch!)


    Auch die Diskussion hier mit Herrn Mamerow bekommen doch nur die wenigsten Personen von außerhalb mit (auch wenn das Westfalenblatt ihn hier raus schonmal zitiert hat und er sich seitdem auch jedes Wort genau überlegen muss) und dann auch nur die, die sich wirklich dafür interessieren. Für den Kern der Anhänger und Mitglieder hier ist das aber dennoch ne schöne Sache, dass manche Sachen auch mal explizit ausgesprochen werden.
    Aber zum Vertrauenspunkt zurück. Jetzt haben wir nämlich das Dilemma, dass nicht ein Fünkchen Vertrauen in der öffentlichen Meinung da ist, wo es um städtische Hilfe geht.


    Mal ganz davon ab, dass man grundsätzlich feststellen muss, dass das Volk/der Pöbel zum Großteil (und da schließe ich mich und jeden anderen grd. mit ein) einfach "doof" bzw. freundlich ausgedrückt unwissend und manipulierbar ist (zumindest bei Sachen, wo man sich nicht zu 100 Prozent interessiert und mit beschäftigt), haben wir hier in Bielefeld ohnehin das Problem, dass der ansässige Fußballclub eher ein negatives Image hat. So eine Bürgschaft oder jetzt Kredit wäre im Ruhrpott vermutlich absolut kein Problem, der Verein gehört da dazu. Wie sich der BVB damals hat sanieren können, ist mir bis heute ein Rätsel, aber da standen alle geschlossen hinter.


    Und da kommen wir zum Populismus und zur Meinungsmache durch die Medien. Die ist für solche Entscheidungen nämlich sowas von wichtig. Ein Politiker denkt (bzw. muss denken) in erster Linie an die nächste Wahl! Und dafür braucht man ein zufriedenes oder ein dummes Volk, aber kein Aufgebrachtes.


    "Stadt gibt Arminia Millionen Kredit", "Stadt zahlt Millionen für Missmanagement", "6 Mio (oder jetzt 4,85) versenkt"! Klingt alles dramatisch. Zumindest wenn man nicht näher drüber nachdenkt.


    Diese Summen sind heutzutage doch "Peanuts"! Der Theatervergleich wurde gezogen, was da an Geldern reinfließt. Es gibt in diesem Land Leute, die das Doppelte dieser Summe pro Jahr "verdienen". Früher nannte man sowas "raffgieriges asoziales Pack", heute sagen wir "Spitzenmanager"! Oder auch "Schwalbenkönig aus Frankreich"! Aber lassen wir das, wir können sicher neben dem Theater auch ne Menge andere Sachen finden, wo staatliche Gelder reinfließen und verschwendet werden bzw. die Mehrheit gegen sein würde. Aber so funktioniert das Spiel nicht. Arminia darf kein Geld kriegen, das würde die Bielefelder Bevölkerung entscheiden, wenn sie müsste. Weil die meisten eben nicht über den Tellerrand hinaus schauen und die Folgen nicht bedenken.


    Es ist eigentlich ganz einfach, man muss eine Rechnung machen, wo man langfristig mehr zahlt und natürlich auch die Chancen und Nachhaltigkeit eines Kredits abwägen und dann dementsprechend entscheiden. Und das wäre bei Vertrauen in die Personen natürlich leichter. 4,85 Mio sind in heutiger Zeit ein Tropfen auf dem heißen Stein, ob man die nun einspart oder damit versucht den Imageträger Nummer 1 der Region am Leben zu erhalten. Denn sorry, um Bielefeld schert sich doch bundesweit ansonsten keine Sau, von Dr. Oetker mal abgesehen (was einen Einstieg von dieser Seite so wichtig machen würde, aber Träumerei!).


    Aber es ist eben eine Frage der Stimmungsmache. Früher waren das Brot und Spiele. Nur dass in Bielefeld die Spiele offenbar nicht mehr gewünscht sind. Wir brauchen die Zeitungen pro Arminia. Populismus hilft. Letztes Jahr Klaus Daudel durch ein Zeitungsinterview der Buhmann der Nation, die kritischen Arminen die möglichen Retter des Vereins, "Bielefeld, Bielefeld" Rufe auf der JHV nach Obermanns Rede. Dieses Jahr dagegen werden kritische Stimmen niedergebuht und mit Kopfschütteln quittiert (ok, wirklich gut vorgetragen hat der gute Mann das auch nicht), die wollte keiner mehr haben. Der Verein könnte zu Grunde gehen. Dann lieber Populismus in Reinkultur. Thomas Milse ergreift das Mikro und toppt alles an billigem Populismus, was ich seit langem gehört habe. Aber es klappt, der Saal tobt, SÄ mit 95 Prozent durchgewunken, der Jubel ist so groß, als hätten wir die CL gewonnen. Es lebe der Populismus!
    SO funktioniert das Volk! Fakt!


    Wir bräuchten neue Leute, einen Rundumschlag mit neuen, natürlich vertrauensvollen Gesichtern. Aber sehen wir der Realität ins Auge. Es will doch (fast) niemand machen. Diese neuen Leute hätten sich doch lange in Stellung bringen können. Die angeblich so tolle OWL Wirtschaft (also die Firmen, die noch nicht drin sind und angeblich mit einsteigen wollten) hätte doch solche Leute präsentieren können. Haben sie nicht getan.


    Also wird es spannend zu sehen, was unser Stadtrat in dieser Woche macht. Gibt er dem Pöbel dieses eine Mal das, was er will (mal son kleines Stückchen Zucker, damit er auch bei der Stange bleibt) und lässt den DSC drauf gehen, oder denkt er weitsichtig und lässt sich unter Bedingungen auf den Kredit ein und erträgt (wie auch bei vielen anderen Entscheidungen) den Unmut der Öffentlichkeit. Haben sie ja sonst auch kein Problem mit.


    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es irgendwie schon klappen wird, aber wenn nicht, dann hat man sich das leider Gottes selbst redlich verdient und eingebrockt. Nur dass die Leidtragenden zum Großteil nicht die Verursacher sein werden.


    Trotzdem, alles für Arminia! :arminia:

    Mathias Hain: "Wir standen zwei Mal im Pokal-Halbfinale und waren fünf Jahre in der ersten Liga. Da darf man doch jetzt nicht so schlecht dastehen"


  • Wie Du schon sagst, aufgrund mangelnder Alternativen (an dieser Stelle noch schnell ein herzliches Dankeschön an unsere OWL-Wirtschaftsweisen) bleibt uns nichts anderes übrig, als, auch diese Kröte zu schlucken. Dennoch werde ich die Hoffnung, einer vollständigen Aufklärung (irgendwann) nicht aufgeben..


    Uli Stein, an sich irgendwie symphatisch, ist aber eher der "Elefant im Porzelanladen," denn "Grüßonkel." :P

    Wo einst der große Schwick-Fürst in die Gegend geschaut, wo mit vielen Millionen die Alm ist gebaut, wo man lang nach Kompetenz Ausschau hält, da ist meine Heimat, da ist Bielefeld.

  • Zitat

    Original von Vorstand liest mit


    Vielleicht mache ich das ja? Aber sicher würde ich das nicht vor dem 2.6. bekanntgeben. Denn die Verhandlungspartner im Land, Stadt und vor allem Banken wollen vor allem Kontinuität in den Gesprächspartnern. Hier habe ich mir erhebliches Vertrauen aufgebaut und erfahre viel Rückhalt und Unterstützung. Die erhalte ich übrigens auch von den organisierten Fanverbänden und ASC sowie den Sponsorbeirat.
    Leider sind sie ja anonym hier, da ist es immer leichter, zu argumentieren, da man sich ja keine Blöße geben muss. Da sie offensichtlich gut mit den KA können, fragen sie doch mal F. Straetmanns nach meiner Arbeit!!! Gerade von ihm habe ich wesentliche Unterstützung bekommen!


    Guten Tag Herr Mamerow,


    die oben hervorgehobenen Aussagen trafen übrigens gleichermaßen auf Heinz Anders zu, vor allem bei der Zusammenarbeit mit der DFL. Als Resultat daraus hat sich Herr Anders hier in wochenlanger akribischer Arbeit geradezu aufgerieben. Auch er hat eindrucksvoll die Unterstützung der Fans und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahren.


    Trotzdem hat er, wenn auch aus persönlichen Gründen, sein Engagement vorzeitig beendet.

  • Es ist in der Tat so, dass ein Wirtschaftsprüfer "nur" auf die Zahlen schaut und nicht auf die Plausabilität der Selben. Das kann auch nicht die Aufgabe der Prüfer sein. Denn die Kalkulation erstellt die Geschäftsführung anhand der von ihr angenommenen Zahlen.


    Ich stelle mir allerdings die Frage, warum der Aufsichtsrat der KGaA einen Etat durchwinken konnte, der scheinbar höher war, als in der letzten Bundesligasaison. Soetwas muss doch auffallen.


    Natürlich weiß ich nicht, in wie weit der Vorstand des e.V. in die Etatplanungen involviert ist. Als alleiniger Kommanditist und alleiniger Gesellschafter der Komplementärin würde ich aber erwarten, dass die Geschäfte meiner Gesellschaft für mich plausibel sind. Wenn es tatsächlich kein Controlling gegeben hat, dann muss eben genau dort gehandelt werden. Es müssen einfach Strukturen her, die soetwas in Zukunft verhindern.


    Die Eintrittspreise für die neue Tribüne wurden von Anfang an in der Öffentlichkeit kritisiert. Selbst in der Bundesliga war die Tribüne eher spärlich besucht. Wie man dann davon ausgehen kann, dass in der zweiten Liga die Besucherzahlen stagnieren oder gar ansteigen, erschließt sich mir in keinster Weise.


    Ich find's prima, dass Sie sich hier äußern, Herr Mamerow. Aber wenn Sie sich der Diskussion hier stellen, dann müssen Sie eben auch mit unangenehmen Fragen rechnen. Polemik ist von keiner Seite aus angebracht. Das ist klar. Aber wenn Sie Ihren Posten nach der JHV weiterführen möchten, dann müssen Sie sich dem "Pöbel" stellen. Vor allem, wenn Sie nichts zu verbergen haben, würde ich es begrüßen, wenn Sie in Sachen Transparenz und Offenheit vorangehen.

    Niemals geht man so ganz.

  • Zitat

    Original von Anneliese


    ...ein Schicksal das unserem dicken Makler Uli Möntmann - dem gloreichen Verkäufer der skyoffices - leider nicht zuteil geworden ist. Er soll angeblich Frank Kottmann, als dieser noch Vizepräsident gewesen ist, geschlagen haben.


    Warum hat der Ehrenrat da denn nicht durchgegriffen?


    Erstmal herzlich willkommen und..


    ..wo hast Du das denn her???

    Wo einst der große Schwick-Fürst in die Gegend geschaut, wo mit vielen Millionen die Alm ist gebaut, wo man lang nach Kompetenz Ausschau hält, da ist meine Heimat, da ist Bielefeld.

  • Thomas Milse: War das der bezahlte "Jubelperser" von der ausserordentlichen HV, der die Massen im Stile von 1930 auf Touren gebracht hat?

  • Zitat

    Original von Vorstand liest mit
    Also, ein Einschreiben soll nur die Beweiskraft unterlegen. Wie auch Anturios weiß, ist die beste Beweiskraft: Persönlich abgeben der Bewerbung gegen Quittung.


    Stimmt.


    Dumm nur, wenn man davon in der Geschäftsstelle nichts weiß und die Annahme persönlich abgegebener Bewerbungen verweigert und die Einsendung per Einschreiben fordert. So geschehen bei der Bewerbung von einer uns beiden persönlich bekannten Person. :rolleyes:

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Anturios ()

  • Zitat

    Original von Tutnixzursache



    Oder sehe ich hier irgendwas falsch?


    Ja, Bilanzen sind leider immer nur eine Vergangenheitsbetrachtung. Und wenn da für den Lagebericht drinsteht (mit WP stempel), dass für die 2. Liga auch alles im Griff ist, ist dass für sich genommen ein sehr starkes Argument. Nicht die Bilanzen sind fehlerhaft gewesen, sondern die planerischen Einschätzungen für die Zukunft. Und da sind viele Variablen drin, die man so oder so sehen kann. Wenn man dann zu viele Variablen aber zu positiv einsetzt und das noch durch WP und DFL bekommt, dann möchte ich mal einen der "Inquisitoren" hier im Forum sehen, dem das Anlass zu tiefestem Misstrauen gegeben hätte. Hinterher bin auch ich klüger!


  • Stimmt, wir waren ja auch (bis auf DFL) überall gemeinsam.

  • Zitat

    Original von Vorstand liest mit
    Jede Firma, auch meine eigene, ist unternehmerischen Unsicherheiten ausgeliefert. Das liegt nunmal in der Natur unserer Marktwirtschaft. Eine Alternative wäre die Planwirtschaft, dann weiß man vorher angeblich wie es morgen wird....


    Exakt. Das weiß aber jeder Kaufmann. Und Risiken kann man abwägen. Ich stelle ja jetzt auch nicht 20 Berater ein, wenn ich nicht weiß, ob ich die auch verkaufen kann. Schon garnicht, wenn ich einen Berater zu 75% auslasten muss, um überhaupt einen DB1 zu erzielen.


    Zitat

    Original von Vorstand liest mit
    Am Anfang des Jahres kenne ich meine Kosten, aber die Umsätze kann ich nur planen. Genau wie den sportlichen Erfolg...


    Nein, sportlichen Erfolg können Sie eben nicht planen. Das können nicht einmal die Bayern. Sie können sicherlich Zuschauereinnahmen planen, den Verkauf von Fanartikeln und anderen Merchandising-Artikeln, weil Sie dazu Vergleichszahlen haben.


    Der beste Beweis dafür ist doch, dass die Tribüne nur dann in der jetzigen Konstellation zu finanzieren ist, wenn Arminia dauerhaft Bundesliga spielt. Also wurde mit einem sportlichem Erfolg geplant, der nicht ansatzweise erfüllt wurde. Und genau das sehe ich persönlich als fahrlässig an. Ich kann einfach nicht glauben, dass niemand, außer Herrn Kentsch, gewusst hat, auf welcher Basis der Bau finanziert wurde. Man muss aber auch festhalten, dass die Kredite natürlich auch unter den genannten Umständen von den Banken genehmigt wurden. Daher muss man sicherlich auch fragen, wie das überhaupt sein kann. Denn spätestens beim geliehenen Geld, muss man die schwarz-weiß-blaue Brille doch absetzen.

    Niemals geht man so ganz.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!