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1 981

Mittwoch, 18.09.2019, 18:39

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Unser Fanbeauftragter hat es ja gesagt: Solange der Nutzen, den die Ultras über die Saison bringen, die Kosten, die sie durch Pyro verursachen, übersteigt, wird es quasi geduldet. Man befinde sich aber kontinuierlich in konstruktiven Gesprächen. :rolleyes:

Also kann es nur über Geld und weitere striktere Sanktionen endlich zu konsequenterem Handeln führen. Ob das bei der Geldmaschine 1. BL allerdings schon bei 170T€ der Fall ist, wage ich mal zu bezweifeln. Aber zumindest geht die Tendenz in die richtige Richtung.

1 982

Mittwoch, 18.09.2019, 20:51

Also das glaube ich nicht, dass höhere Strafen für ein Umdenken sorgen werden. Wenn jemand sowas anzündet denkt der doch nie im Leben über die Konsequenzen in dem Moment nach.

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Beiträge: 10 057

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1 983

Mittwoch, 18.09.2019, 21:08

Zitat

Also das glaube ich nicht, dass höhere Strafen für ein Umdenken sorgen werden. Wenn jemand sowas anzündet denkt der doch nie im Leben über die Konsequenzen in dem Moment nach.
Es ist sicher nicht zu erwarten, dass die Zündelheinis sich von höheren Strafen abschrecken lassen. Korrekt. Aber deutlich höhere Stafen hätten vielleicht den Effekt, dass die Vereine konsequenter gegen diese Leute vorgehen, weil es nämlich zu viel Kohle kostet.
Es ist doch auch völlig klar, dass in der Fanszene bekannt ist( auch unser Fanbeauftragter weiß ja vermutlich Bescheid) wer zündelt. Man kann im Stadion schon Minuten vorher zugucken wie " die Herren " sich vermummen, um wenig später zu zündeln. So gerade geschehen im Hamburger Stadtderby als beide Fangruppen sich abgesprochen hatten.
Meine Jahre der Leidenschaft
Aufstiege:1970,78,80,95,96,99,2002,2004,2013,2015
Abstiege :1972,79,85,98,2000,2003,2009,2011,2014
03.10.1970:Arminia-Bayern1:0;Braun
10.03.1979:Bayern-Arminia 0:4;Eile(2),Graul,Schröder
06.11.1982: Dortmund-Arminia11:1
13.02.2005:Arminia-Bayern 3:1;Porcello,Buckley(2)
11.05.2013:Arminia-Osnabrück1:0;Hille


:arminia: Wir sind Ostwestfalen-stur·hartnäckig·kämpferisch :arminia:

1 984

Mittwoch, 18.09.2019, 22:29

Und was soll das bringen? Der Verein zahlt es erstmal und kann dann versuchen, dort, wo "sowieso nix zu holen ist", sein Geld wieder einzutreiben? Was soll das werden, außer einem jungen Menschen per Zivilklage einen fünf- oder sechsstelligen Mühlstein um den Hals zu hängen? Das dürfte nichts an der derzeitigen Situation ändern außer junge Menschen in die Armut zu treiben.

Vielleicht sollte man auf die Ultras zugehen? Es gab ja in der Vergangenheit mal vorsichtige Annäherungsversuche. Aber das wird erstmal schwierig, da die Debatte emotional zu aufgeladen ist. Also ein bisschen Luft raus zu lassen von Seiten der Anti-Pyro-Fraktion könnte sicherlich nicht schaden, wenn man den Gesprächsfaden wieder aufnehmen möchte. Zumal wir in einem Land leben, wo an Silvester vermutlich das zigtausendfache an Pyro in die Luft gejagt wird und da wird niemand verbal im Käfig am Kirchturm hochgezogen. Mir macht das ja auch Freude, wem nicht? Insofern sollte man nicht ganz so dogmatisch denken.

Es gab ja mal Versuche mit kalter Pyrotechnik in DK, oder so? Vielleicht ist das ein Lösungsweg? Aber das ist noch weit weg, ich glaube miteinander Reden wäre ein erster zaghafter Schritt.

1 985

Mittwoch, 18.09.2019, 22:48

Sorry, wenn ich mich da wieder ganz klar positioniere: Es ist verboten und es bleibt verboten. Da braucht man nicht reden, das hat man zu befolgen oder es gibt Konsequenzen - hoffentlich!

Und ebenfalls hoffentlich hängen sie jedem jungen Menschen so einen Klotz ans Bein, der den Scheiß trotzdem nicht sein lassen will. Das geht aber nur durch die Mitarbeit der Vereine und diese werden nun monetär immer mehr dazu gezwungen, zu handeln - sehr schön!

1 986

Donnerstag, 19.09.2019, 09:01

Zumal wir in einem Land leben, wo an Silvester vermutlich das zigtausendfache an Pyro in die Luft gejagt wird und da wird niemand verbal im Käfig am Kirchturm hochgezogen. Mir macht das ja auch Freude, wem nicht?
Mir zum Beispiel macht das keinerlei Freude :hi:

Sry aber das Thema regt mich persönlich schon lange auf.


Wenn man die Diskussionen zu diesem Thema in den letzten Jahren verfolgt hat, stellt man fest, dass auch hier immer mehr Stimmen gegen das private Zündeln laut werden. Meiner Meinung nach: endlich und zurecht. Mal abgesehen von den immensen Kosten, die diese Knallerei verursacht (monetär für die Käufer, die Krankenhäuser, die Reinigung danach sowie aus Umweltsicht), finde ich persönlich sie größtenteils nervtötend und asozial.

Das hängt natürlich auch mit dem Wohnort zusammen. Wenn man "auf dem Land" oder in ruhigen gut-bürgerlichen Gegenden wohnt, wo tatsächlich ausschließlich am Silvesterabend für 3-4 Stunden geböllert wird, dann hat man damit idR keine Probleme.
Lebt man aber in Ballungszentren, vergleichsweise dicht an dicht mit zehntausenden Nachbarn, sieht das leider anders aus. Da wird bereits die gesamte Woche vor Silvester gesprengt was das Zeug hält, wahrscheinlich aufgesparte Restbestände vom Vorjahr. Und so ein Kanonenschlag alle paar Minuten zwischen Hochhäusern oder in Unterführungen reißt einen dann auch schnell mal aus dem Schlaf bzw verhindert selbigen gänzlich. Ganz zu schweigen von Tieren und Babys, für die dieser Mist noch ungleich mehr Stress bedeutet.
Und dann geht die olle Knallerei (zumindest hier bei uns) auch noch ganzjährig weiter. Mindestens einmal die Woche gehen abendlich mehrere Feuerwekrsbatterien hoch. Ich vermute irgendwelche Hirnis haben sich da im Silvester-Verkauf für Geburtstage und ähnliches übers Jahr eingedeckt.
Da macht aber das Ordnungsamt nichts. Wie auch, um die Zeit sind die ja alle entweder zu Hause oder schreiben Strafzettel für Falschparker.

Lösung? Ganz einfach: nur noch städtisch organisierte Feuerwerke auf zentralen öffentlichen Plätzen. Wer unbedingt an Silvester eines sehen will, geht halt dann dahin und fertig. Überall sonst sollte es das nicht mehr geben (dürfen). Idealerweise löst man das über abstrus hohe Steuern auf private Feuerwekrskörper, keine Ahnung 5000% oder so. Und Abgabe nur gegen Personalien, damit nachvollziehbar wird, wer überhaupt das Zeug zu Hause hat. Erleichtert die Strafverfolgung später.
Wer es auch dann nicht lassen kann und seine Kohle damit verpulvern will, der möge das tun. Kostet halt ein Vermögen. Und man würde sicher den Großteil der privaten Böllerei unterbinden.



Aber mal zum Thema "Pyro im Stadion":
Ich mag Feuerwerke gerne. Aber nur dann, wenn ich mir aussuchen kann, wo und wann ich sie sehen und hören darf/muss.
Im Stadion sieht es halt oftmals nett aus. Und hier entscheide ich mich aktiv dafür, dorthin zu gehen und bin mir bewusst, dass es Pyro geben kann.
Aber im Sinne der Allgemeinheit muss hier einfach mal geregelt werden, was, wo und wann gezündet werden darf. Es muss sicher sein, Punkt. Es darf weder durch Hitze noch durch Rauch irgendeine Gefahr für die Gesundheit ausgehen.
Man könnte problemlos vor den meisten Fanblöcken Zonen absperren, in denen das ermöglicht wird. Nur da drin darf es Pyro geben, die Feuerwehr wird direkt daneben postiert. Alles was außerhalb der Zone abgebrannt wird, muss sofort energisch unterbunden werden seitens Verein bzw Polizei. Da haben dann auch die Ultras kein argumentatives Druckmittel mehr, denn sie dürften ihre Pyro ja zünden. Wenn ihnen das "wie" nicht schmeckt: Pech gehabt. Zack, raus gezogen, Stadionverbot. Wie gesagt, alles in diesem hypothetischen Fall.
Aber ohne ein Entgegenkommen der Anti-Pyros wird sich nichts am Status Quo ändern. Und der ist für keinen der Beteiligten akzeptabel.

1 987

Donnerstag, 19.09.2019, 09:56

Sehr schöner länger Beitrag, darin steht sehr viel, mit dem ich mich identifizieren kann.

Nur eines zu den Pyromanen: Ihnen geht es nicht um die „Schönheit“ oder den Support, hier geht es um Stress machen, Auffallen und Selbstdarstellung. Beleg dafür ist, dass Pyro nicht eingesetzt wird, um mit positiv assoziierten Gegnern einen „romantischen Abend“ zu verbringen, sondern es wird immer bei Haßspielen gezündelt, wenn provoziert werden soll.

Daher bleibe ich bei der Auffassung, dass Gespräche nichts bringen werden, weil eine Erlaubnis diese Leute nicht befriedigen würde. Das geht nur über Verbote und Sanktionen.

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1 988

Donnerstag, 19.09.2019, 10:22

Inzwischen wieder interessante Beiträge hier, prima. Mir persönlich wäre diese Pyronummer vollkommen egal, Umwelt hin und Unfallgefahren her, wenn es nicht den Verein immer wieder eine Menge Geld kosten würde.
Mein Heimatverein seit 1966

1 989

Donnerstag, 19.09.2019, 17:43

Und wieder 3.600€ Strafe für Pyro in Bochum! Bravo Jungs, klasse! :klatschen: :klatschen:

1 990

Freitag, 20.09.2019, 11:41

Hört sich für einen Profiverein jetzt nicht nach viel Geld an, aber trotzdem gäbe es mit Sicherheit bessere Möglichkeiten es auszugeben... und sei es nur für ein paar neue vernünftige Mikros um die Pressekonferenzen zu übertragen ;)

Danke an die Holzköpfe und viel Spass beim nächsten mal 30 Sekunden "Ruhm".....
Auf dem Sterbebett möchte ich Mitglied von Preußen Münster werden...
Wenn ich schon in's Gras beissen muss, dann wenigstens auch einer von denen !

1 991

Freitag, 20.09.2019, 11:47

Sind ja bei uns auch nur ein paar vereinzelte Geister, die die Allgemeinheit mit ihren Rumgestinke belästigen. Ein Blick nach Mainz und Hamburg verrät, wohin der Weg bereits führt. Die müssen 170.000€ bzw. 150.000€ berappen. Tendenz steigend.

1 992

Freitag, 20.09.2019, 12:33

Und was soll das bringen? Der Verein zahlt es erstmal und kann dann versuchen, dort, wo "sowieso nix zu holen ist", sein Geld wieder einzutreiben? Was soll das werden, außer einem jungen Menschen per Zivilklage einen fünf- oder sechsstelligen Mühlstein um den Hals zu hängen? Das dürfte nichts an der derzeitigen Situation ändern außer junge Menschen in die Armut zu treiben.

das ist doch jetzt nicht dein ernst, oder?
was ist dein vorschlag? der verein zahlt und bleibt auf den von ihm nicht zu verantwortenden kosten hängen? also die kosten sozialisieren? mit dem geld bezahlen, daß andere menschen für tickets, trikots oder auch ihre mitgliedsbeiträge aufbringen?

und wenn man das weiter spinnen möchte, wo ziehst du die grenze? sind die leute, die z.b. illegale autorennen veranstalten und dabei leib und leben anderer gefährden oder, worst case, andere verletzen oder töten, dann nicht genauso zu behandeln? die wollen auch nur ihren spaß, meistens passiert nichts, sie sind i.d.r. jung und haben auch nicht die kohle, um für die von ihnen verursachten schäden aufzukommen...
also sollte man sie einfach machen lassen?

Vielleicht sollte man auf die Ultras zugehen? Es gab ja in der Vergangenheit mal vorsichtige Annäherungsversuche. Aber das wird erstmal schwierig, da die Debatte emotional zu aufgeladen ist. Also ein bisschen Luft raus zu lassen von Seiten der Anti-Pyro-Fraktion könnte sicherlich nicht schaden, wenn man den Gesprächsfaden wieder aufnehmen möchte.

Zumal wir in einem Land leben, wo an Silvester vermutlich das zigtausendfache an Pyro in die Luft gejagt wird und da wird niemand verbal im Käfig am Kirchturm hochgezogen. Mir macht das ja auch Freude, wem nicht? Insofern sollte man nicht ganz so dogmatisch denken.

sorry, ich habe eher den eindruck, daß du derjenige bist, der dogmatisch denkt. es gibt a) die klare gesetzeslage und b) die eindeutige gesundheitsgefährdung durch das zeug. (oder möchtest du mir da widersprechen?)
trotzdem versuchst du (und andere) häufig pyrotechnik schönzureden...

was sylvester angeht, "brot statt böller" z.b. gibt es seit anfang der 80er jahre. und aktuell mehren sich die stimmen die die sylvesterböllerei kritisch sehen (feinstaubbelastung, etc.)

Es gab ja mal Versuche mit kalter Pyrotechnik in DK, oder so? Vielleicht ist das ein Lösungsweg? Aber das ist noch weit weg, ich glaube miteinander Reden wäre ein erster zaghafter Schritt.

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1 993

Freitag, 20.09.2019, 13:33

Finde es absolut gerechtfertigt, dass der Verein die Summe bezahlt. Wie ich damals schon im Spieltagsthread schrieb: Der Verein nimmt es billigend in Kauf und handelt ganz bewusst nicht. Die Pyroaktion fand durch Teile der LC in den ersten Reihen des Sitzplatzblocks statt. Diese Reihen waren leer und minutenlang vor dem Spiel standen die Rauchtöpfe auf den Sitzplätzen. Währenddessen hat der Fanbeauftragte dabei geholfen, eine Zaunfahne anzubringen. Weder er, noch die Ordner sind eingeschritten. Die vermummten Personen sind völlig unbehelligt da herumspaziert. Klar ist, dass eigentlich die Verursacher zahlen müssten. Wenn Akteure das Vereins aber so aktiv wegschauen, muss der Verein eben mit den Konsequenzen leben.

1 994

Dienstag, 1.10.2019, 11:22

Es wird gemunkelt, dass es Montag Abend in OS das nächste Vergehen gibt.

:schrei: Hallo Arminia: Einschreiten!

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1 995

Dienstag, 1.10.2019, 15:02

Aber es gibt auch einheitliche Jacken vorher für 10€. Das ist doch ne tolle Aktion wenn alle einheitlich gekleidet zum Derby kommen. Ob es da nen Zusammenhang gibt? :rolleyes:

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1 996

Dienstag, 1.10.2019, 15:59

Für die einen ne Jacke für 10€ für die anderen eine Sturmhaube für 3.000 € :unschuldig:
"Einfach geht es bei uns nicht. Bei Arminia ist Drama angesagt, das ist unsere DNA." - Marcus Uhlig

1 997

Dienstag, 1.10.2019, 16:34

Das eingenommene geld können die verantwortlichen ja dem verein zu kommen lassen nach dem es wieder eine Strafe gegeben hat. So hat der einfache Fan auch was von der Aktion :lol:

1 998

Dienstag, 1.10.2019, 17:00

Einheitliche Jacken erschweren natürlich das Identifizieren der Pyromanen, von daher ist das schon ein richtig schlauer Zug. Macht eine drohende Aktion nicht gerade unwahrscheinlicher.

:schrei: Haaallo Arminia, aufwachen und handeln!!

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1 999

Dienstag, 1.10.2019, 17:39

Hallo,

hatte mich nach Erscheinen des Artikels über die Vorfälle in Duisburg und die damit verbundene Strafe schriftlich an den Verein gewandt. Unten meine Mail und die Antwort des/eines Fanbeauftragten.

Gesendet: Donnerstag, 13. Juni 2019 21:43

Nachrichtentext Anfrage:
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Erschrecken musste ich gestern der Presse entnehmen, dass Arminia wegen Pypo-Aktionen beim Auswärtsspiel in Duisburg zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.
Ich verurteile das Verhalten der angeblichen Arminia Fans auf das Schärfste.
Verwundert bin ich aber auch über das Verhalten des Vereins in diesen Angelegenheiten.
Der Homepage der "Local Crew" ist eindeutig zu entnehmen, dass sich der Fanclub mit der Pyroaktion brüstet. Auch eine Teilnahme an der Pyroaktion würde ich unterstellen, da ich sonst keinen Grund dafür sehe, die Gesichter der "Crew"-Mitglieder unkenntlich zu machen. Dies alles vor dem Hintergrund, dass jemand bei dieser Aktion zu schaden gekommen ist.
Ich empfinde es als äußerst fragwürdig, dass eben dieser "Fanclub" während der Heimspiele Verkaufsaktionen durchführt, um eben solche Aktionen zu finanzieren. Warum erlauben die Verantwortlichen des Vereins solche Verkaufsaktionen? Warum hofiert und finanziert man einen Fanclub, der dem Verein offensichtlich finanziell schadet.
So sehr ich das Verhalten der Localcrew verachte. Mindestens genauso ratlos lässt mich die Akzeptanz auf Seiten Arminia Bielefelds zurück.

Mit freundlichen Grüßen


Und hier die Antwort:

Hallo Herr XXXXXX,


danke für Ihre Rückmeldung und ich finde diese Einschätzung völlig legitim. Ich möchte die Perspektiven des Clubs dazu wie folgt kommunizieren:

Zunächst gibt es gesellschaftlich keinen einzigen Delikt der gänzlich ausgeschlossen werden kann. Es gibt keine Straftat, die auf Null reduziert werden kann. Es gibt leider Diebstähle genauso wie Körperverletzungen, Vergewaltigungen und Betrug. Bei allen strafbaren Handlungen gibt es dabei Geschädigte. Polizei und Justiz versuchen strafbares Verhalten zu minimieren, sie können Ihnen aber nie versprechen, dass es nicht mehr vorkommt. Unser Club kann daher Pyro ebenso wenig ausschließen, versucht aber anhand seiner Fanarbeit Pyro zu minimieren.

Die Begleitung und Kommunikation mit Ultras ist ein permanentes Abwegen von Vor- und Nachteilen. Am Ende einer Saison müssen wir immer das Gefühl haben, dass diese Gruppen uns mehr Nutzen als Schaden. Es sind zwei Seiten derselben Medaille. Das Gute wird das Schlechte nie ausschließen. Innerhalb einer Woche erleben wir montags Pyro und freitags eine beeindruckende Choreo. Wir tolerieren Pyro daher nicht, wir reagieren aber auch nicht emotional oder aktionistisch, sondern versuchen eine verlässliche, nachhaltige Beziehung aufzubauen. Störungen im Heimbereich, gewalttätige Übergriffe, Kompromisslosigkeit gegenüber anderen Fans sind beispielsweise Elemente, die wir konsequent verhindern möchten. Wir fordern daher mindestens eine Kommunikationsbereitschaft der Fanszene gegenüber Verein und anderen Fangruppen ein.

Es gibt keine Agreements und Deals. Es gibt keine Tolerierung, dass zwei Mal im Jahr Pyro in Ordnung sei. Es gibt aber eine permanente Analyse, wie sich die Gruppen entwickeln. Und obwohl es jetzt wiederholt Pyro gab, glauben wir, dass die Ultras sich in dieser Spielzeit vernünftig präsentiert haben. Sie arbeiten im Fanbeirat mit, setzen auf Kommunikation (Stimmungstreffen), regulieren innerhalb der Szene politische Einflüsse und bieten positive Mitgestaltung an (Stadion, Sonderzüge, Soziales). Wie beschrieben können wir negative Aktionen nicht komplett verhindern. Was passiert aber, wenn wir als Club die positiven Aktionen nicht mehr unterstützen? Dann verlieren die positiven Kräfte ihre Freude und ihren Einfluss. Es gibt hier kein schwarz-weiß Schema, wir bewegen uns bei dieser Kultur immer im Graubereich.

Aufgrund der Gespräche kennen wir die Gewinne der letzten Jahre sowie Ausgaben für Choreos, Graffitis und andere Neuerungen. Wir glauben daher nicht, dass diese Kassen zum Einkauf von Pyro genutzt werden. Dafür wird es leider immer genug Begeisterte geben, die das bezahlen. Wir können Ihnen aber kein Versprechen unterbreiten. Wir zahlen leider Strafen, die unser Investitionsbudget belasten. Wenn Fans dann Budget sammeln (z.B. Museum 2012), um im Sinne Vieler Veränderungen zu erreichen, können wir das sehr wohl positiv bewerten, aber auch trennen. Wir vergessen auch im Nutzen nicht, welch Schaden an anderer Stelle entsteht.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Brinkmeier

Fanbeauftragter
Mein Heimatverein seit 1966

2 000

Dienstag, 1.10.2019, 17:43

Die Antwort ist bekannt, aber deshalb muss man das ja nicht kommentarlos hinnehmen. :hi:

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