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Mittwoch, 23.10.2002, 10:12

Presseschau vor dem Spiel Arminia - HSV

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Hamburger Abendblatt:

Der HSV bringt sich in Bedrängnis
Hackmann gibt Indiskretionen im Fall Butt zu - Barbarez stoppt Verhandlungen


Hamburg - Ob er in Bielefeld am Sonnabend spielen kann? "Klar", sagt Sergej Barbarez, der noch an einer Bänderdehnung laboriert, und lächelt dann: "Es ist schon wieder besser." Einer der wenigen freudigen Momente des Bosniers, dessen Vertragsverhandlungen beim HSV so abrupt unterbrochen wurden.

Lächeln kann der Stürmer über seine Vertragssituation nicht. Stets um Diskretion bemüht, wollte er vermeiden, dass in der Öffentlichkeit sein mögliches neues HSV-Gehalt diskutiert wird.

War wohl nichts. Denn trotz aller schnell getroffenen Vertrauensbekundungen der Gesprächspartner kam es anders. Nur einen Tag nach der Verhandlung musste der Bosnier morgens am Frühstückstisch die detaillierten Zahlen aus der Zeitung erfahren. Der HSV, der spätestens seit den gescheiterten Verhandlungen mit Torhüter Jörg Butt bei den Spielern jegliches Vertrauen verspielt hat - auch damals gelangten genaue Zahlen an die Öffentlichkeit - hat sich erneut durch sein unprofessionelles Verhalten in Bedrängnis gebracht. "Mit derartigen Indiskretionen schadet der Verein nicht nur dem Spieler, sondern sich selbst auch", sagt Barbarez-Berater Jörg Neubauer, dessen Klient am Erscheinungstag seiner Vertragsinhalte jegliche Verhandlungen stoppte. Dass nicht der Berater selbst die besagten Zahlen lancierte, erscheint logisch. Neubauer: "Der Druck von außen auf den Spieler wächst dadurch doch nur." Der Berater schaut sich jetzt sogar nach einem anderen Verein um. "Das ist ja seine Aufgabe", sagt Barbarez, der gleichzeitig betont, bei einem passenden Angebot in Hamburg bleiben zu wollen.

Dennoch stellt sich mal wieder die Frage, wer beim HSV geplaudert hat. Fakt ist: Die besagte Verhandlung fand telefonisch mit Sportchef Dietmar Beiersdorfer statt, der die Zahlen vorher nur mit den Vorstandskollegen Werner Hackmann und Christian Reichert abgestimmt hatte. Dem Aufsichtsrat waren die Zahlen nicht bekannt.

Wer wars? Die Vorstandsmitglieder dementieren. Beiersdorfer: "Die Zahlen sind nicht identisch. Wenn das der Fall gewesen wäre, hätten wir uns ernsthaft Sorgen machen müssen. Ich glaube auch nicht, dass von uns jemand Interesse haben könnte, so etwas zu lancieren." Auch Hackmann dementiert: "Aus dem Vorstand sind keine Zahlen öffentlich gemacht worden. Es sind Spekulationen."

Dennoch ist das Vertrauensverhältnis zwischen einem verhandelnden Spieler und dem Vorstand seit dem Fall Butt angespannt.

Und das zu Recht. Denn dort gab es, wie das Abendblatt jetzt erfuhr, tatsächlich die vom Verein damals stets heftig dementierten Indiskretionen. Butt hatte in Verhandlungsrunden mit dem damaligen Trainer Frank Pagelsdorf, dem damaligen Sportchef Holger Hieronymus und Hackmann um Verschwiegenheit gebeten. Trotzdem wurden Inhalte öffentlich.

Der Torhüter brach die Verhandlungen daraufhin enttäuscht ab und wechselte unter den Pfiffen der von den Dementis des HSV getäuschten Fans zu Bayer Leverkusen. Heute gibt Hackmann zu: "Ja, es gab Indiskretionen im Fall Butt", und grenzt den Kreis der Verdächtigen sogar ein: "Aber nicht aus dem Vorstand." Es sei jemand gewesen, der heute nicht mehr für den HSV arbeitet. Klar, wen er damit meint . . .

erschienen am 23. Okt 2002 in Sport
www.abendblatt.de

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Mittwoch, 23.10.2002, 10:22

Hamburger Morgenpost

HSV-Geflüster | 23.10.2002
Barbarez: Sein Berater hört sich um …
»Ist doch klar, dass ich sauer bin« / Jara: Schluss mit der »Bankaffäre«! / Ledesma hat Fieber

Sein Ärger ist noch nicht verraucht. Sergej Barbarez ist entsetzt über die Art und Weise, wie Details der Vertragsverhandlungen mit dem HSV in der Öffentlichkeit lanciert wurden (die MOPO berichtete). „Wir machen jetzt erst mal ein bisschen Pause“, sagt der Bosnier im Hinblick auf weitere Gespräche. Wer mich ärgert, den ärgere ich auch …

Erstmals spricht Barbarez darüber, wie tief der Frust nach der letzten Verhandlungsrunde saß. „Mein Berater hat mir grob gesagt, wie es aussieht. Über Zahlen haben wir da gar nicht groß gesprochen. Am nächsten Tag lese ich sie dann in der Zeitung. Ist doch klar, dass ich da sauer bin.“ Seitdem hat sich der Nationalspieler nicht mehr mit der verbesserten Offerte des HSV (2,3 Millionen Euro pro Jahr) befasst. Vielmehr hört sich Jörg Neubauer auch bei anderen Vereinen um. „Bestimmt macht er das“, so Barbarez. Wenngleich der HSV tendenziell noch immer gute Karten hat.

Nichts mehr hören will Kurt Jara in Sachen „Bankaffäre“. Der Trainer möchte Busfahrer und Betreuer Jürgen Ahlert weiterhin auf der Bank sehen, Masseur Frank Adam dahinter (die MOPO berichtete). Doch „Kult-Kneter“ Hermann Rieger ist deswegen alles andere als glücklich, suchte gestern das Gespräch mit Sportchef Dietmar Beiersdorfer. „Jedes weitere Wort darüber ist zu viel“, schimpft indes Jara. „Ich habe eine Aussage gemacht, dazu stehe ich. Alles andere hat die Vorstandsetage zu klären.“ In Ochsenzoll jedenfalls gehen alle wie gewohnt ihrem Job nach. Doch das Klima ist total vergiftet. „Dieser Zustand ist kaum noch auszuhalten“, sagt einer der Beteiligten.

Viele Wehwehchen plagen den HSV derzeit. Gestern musste Cristian Ledesma mit Fieber zum Arzt. Raphael Wicky, Stephan Kling und Christian Rahn absolvierten vormittags eine Laufeinheit. Sergej Barbarez arbeitete im Kraftraum. „Alle dürften bis Sonnabend fit sein“, denkt Jara. Nur Roda Antar (Lauftraining) und Mehdi Mahdavikia werden in Bielefeld auf jeden Fall fehlen. Der Perser muss nach seinem Hexenschuss das Bett hüten.

Übrigens: Dr. Helmut Fleischer (Hallstadt) wird die Partie auf der „Alm“ leiten.


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Ingo Hertzsch | 22.10.2002
Gut genug für Rudi, zu schlecht für Jara
Von Simon Braasch


Reservistenfrust: Auch in Bielefeld droht »Inge« die Bank / Fukal-Wechsel derzeit kein Thema mehr

Es hätte eine richtig runde Woche werden können. Gut tat es, sich im Kreise der Nationalmannschaft bewegen zu dürfen. So was bringt einen persönlich weiter, sorgt zudem für eine gestärkte Lobby im Verein. Doch dann kam alles ganz anders: Ganze vier Minuten durfte Ingo Hertzsch gegen Möchengladbach ran. Als Einwechselspieler. Um den 1:0-Erfolg zu sichern. Gut genug für Rudi Völler, zu schlecht für Kurt Jara – eine merkwürdige Situation für den Abwehrspieler. Oder ist sein Abschied auf Raten bereits eingeleitet worden?
Hertzsch, danach sieht es aus, wird den Verein am Saisonende verlassen. Das letzte Angebot des HSV für eine Vertragsverlängerung ist dem 25-Jährigen bei weitem nicht lukrativ genug. Nun sucht Berater Jörg Neubauer nach einer Alternative – und verfolgt das Spielchen um Hertzsch mit Argusaugen. Er habe es sehr wohl zur Kenntnis genommen, dass sein Klient „doch ein wenig überraschend“ nicht in der Anfangsformation stand. Aber: „Ich sehe es jetzt erst mal noch nicht so dramatisch. Zumal diese Entscheidung Ingo gegenüber ja auch begründet wurde.“

Tatsächlich beruhigte Kurt Jara Hertzsch vor der Partie, machte taktische Gründe für seine Nicht-Nominierung verantwortlich. „Das muss ich dann auch so akzeptieren“, betont der Manndecker. Nur: Es gibt für Jara keinen Grund, seine Abwehrformation am Sonnabend in Bielefeld zu ändern. Und aus Hertzsch’ „taktischer“ Reservistenrolle könnte schnell ein fester Bankplatz werden …

Gegen eine schnelle Rückkehr des Nationalspielers in die Stammelf spricht insbesondere die rasant ansteigende Formkurve seines direkten Konkurrenten Milan Fukal. Der Tscheche war gegen Gladbach bester Hamburger, gewann fantastische 76 Prozent seiner Zweikämpfe – und ist zunächst einmal gesetzt. Nur wenn Jara auf der „Alm“ eine defensivere Taktik wählt, Fukal ins Mittelfeld zieht, wäre ein Posten für Hertzsch frei.

Überhaupt haben sich die Vorzeichen geändert. Stand ein möglicher Abgang des Tschechen in der Winterpause kürzlich noch zur Debatte, sind dessen Aktien nun sprunghaft gestiegen. „Ich habe immer gesagt, dass es jeder Spieler selbst in der Hand hat, Akzente zu setzen“, meint Sportchef Dietmar Beiersdorfer. „Wir sind im Moment mit Milan sehr zufrieden.“ Der hatte ohnehin seine eigene Meinung: „Es ist egal, was mein Berater oder was der Verein sagt. Wenn ich den Klub nicht wechseln will, dann mache ich es auch nicht. Ich entscheide.“ Und derzeit läuft ja alles wie geschmiert.

Des einen Freud ist des anderen Leid – Hertzsch, so sieht es aus, steckt in der Warteschleife. Auch Bayer Leverkusen, wo er im Vorjahr eine noch immer gültige Absichtserklärung unterschrieben hat, zeigt kein sonderlich großes Interesse mehr an einer Verpflichtung. Kein Wunder, dass sich der Abwehrspieler – derzeit Stammgast bei Rudi Völler – irgendwie im völlig falschen Film wähnt …


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HSV-Geflüster | 22.10.2002
Barbarez stinkesauer – folgt er jetzt Butt?
Veröffentlichung des Gehalts sorgt für dicke Luft


Da hat sich der HSV ja mal wieder ein schönes Ei ins Netz gelegt … Noch immer hat sich Sergej Barbarez nicht erklärt, ob er das stark verbesserte Angebot des Vereins für eine Vertragsverlängerung annehmen will. Der Bosnier ist stinkesauer, dass die Gehaltszahlen (angeblich 2,3 Millionen Euro pro Jahr) gezielt in der Öffentlichkeit lanciert wurden. „Das hat Sergej überhaupt nicht gefallen“, so sein Berater Jörg Neubauer. „Ganz gewiss war das für den weiteren Verlauf der Verhandlungen nicht förderlich.“ Gut möglich, dass der Offensivmann nun seine Schlüsse zieht – und die Zelte in der Hansestadt abbricht! Er würde damit auf den Spuren Jörg Butts wandeln, der im Jahre 2000 wegen ähnlicher Indiskretionen nach Leverkusen wechselte.
„Wir werden jetzt noch ein Stück weit warten“, meint Neubauer. „Um weitere Gespräche zu führen, müssen die Emotionen erst mal raus sein.“ Eine gefährliche Situation für den HSV. Denn nach wie vor buhlt der VfL Wolfsburg um den Nationalspieler – und weiß nun nur zu genau, wo die finanzielle Messlatte liegt …

Offen ist auch noch, wann Barbarez wieder für den HSV auflaufen wird. Heute wird der 31-Jährige ein Lauftraining durchführen, testen, ob sein lädiertes Knie hält. „Geht es gut, könnte er am Mittwoch mit dem Balltraining beginnen“, sagt Vereinsarzt Oliver Dierk. Wenn nicht, wird es wohl nichts mit einem Auftritt am Sonnabend in Bielefeld.

Schlechte Karten hat diesbezüglich auch Mehdi Mahdavikia. Immerhin: Der unter einem Hexenschuss leidende Perser durfte das AK Barmbek gestern wieder verlassen, soll möglichst zum Ende der Woche ins Training einsteigen. „Aber was einen möglichen Einsatz in Bielefeld angeht, wird es sehr eng“, weiß Doc Dierk.

Unter Dach und Fach ist die Teilnahme des HSV am Kieler „Budenzauber“. Auch St. Pauli, der VfB Lübeck, Werder Bremen und Gastgeber Holstein werden am 6. Januar in der Ostseehalle dabei sein.

www.mopo.de

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3

Mittwoch, 23.10.2002, 12:40

Unruhe beim HSV

sogar um die Sitzplätze auf der Bank wird da gestritten.
Der Trainer und somit die Mannschaft unter Druck.
Probleme bei den Vertragsverhandlungen.

Solche Situationen in Vereinen hatten oft zur Folge, dass
eine vernünftige Leistung auf dem Platz von einzelnen Leuten oder Mannschaftsteilen nicht abgefordert werden konnte.

Hier liegt eine grosse Chance für den DSC am Samstag
das Spiel für sich zu entscheiden.
Mit der richtigen Einstellung in dieses Spiel gehen und die 3 Punkte sollten zu holen sein.

Nun ist mir der HSV nicht gerade unsympathisch, aber den ersten Auswärtspunkt sollen sie bitte woanders
holen.

s.w.b. Grüsse

ulis

4

Mittwoch, 23.10.2002, 12:44

Jo, da raucht's wirklich momentan! Wollen wir nur hoffen, dass Arminia nicht wieder in alte Gewohnheiten verfällt, am Boden liegende Gegner aufzubauen... ;o)

Gruß
Hein M
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5

Mittwoch, 23.10.2002, 12:47

Zitat

Original von heinm
Jo, da raucht's wirklich momentan! Wollen wir nur hoffen, dass Arminia nicht wieder in alte Gewohnheiten verfällt, am Boden liegende Gegner aufzubauen... ;o)

Gruß
Hein M


Ihr als Hamburger *äh* sorry. Auch Holsteiner!

Wisst doch bestimmt nen paar liedchen über unsere Freund vom HSV, die die Paulis imme rbenutzen um sie nen bissel anzustacheln, oder? :D
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6

Mittwoch, 23.10.2002, 12:56

@ heinm - am Boden liegende Gegner aufbauen

ich hoffe auch das es nicht passieren wird.
Schon oft genung haben Vereine in Bielefeld oder gegen Arminia Punkte gemacht, die vorher z.B. Niederlagenserien hatten, ihre ersten Punkte Auswärts in BI geholt haben, etc.

Spiele gegen Vereine zu machen in denen gerade "Feuer unterm Dach" ist, sind keine Slebstläufer.
Die Punkte müssen mit der in der 1. Liga nötigen Konsequenz geholt werden. Da muss an jedem Spieltag
und gegen jeden Gegner die möglichst alles stimmen.

Aber Benno M. wird's wissen und die Jung's richtig einstellen.

....... wird schon "schief" gehen

Gruss

ulis

7

Mittwoch, 23.10.2002, 14:56

Der HSV steht mit dem Rücken zur Wand. Daran ändert auch der Sieg gegen Gladbach nichts, der ja mehr als glücklich errungen wurde.
Ich denke, wenn die gegen uns verlieren und sich dabei noch schlecht präsentieren, wars das für Jara.
Unsere müssen auf jedenfall konzentriert sein und dann ist glaubich ein Sieg drin. Gegen den HSV in der derzeitigen Verfassung, vor heimischen Publikum wäre alles andere außer ein Sieg sowieso wie eine Niederlage.

Auf 3 Punkte

8

Mittwoch, 23.10.2002, 17:55

Liederliches

Zitat

Wisst doch bestimmt nen paar liedchen über unsere Freund vom HSV, die die Paulis immer benutzen um sie n bissel anzustacheln, oder?


Ja neeeh... aus lokalen Fußballstreitigkeiten halte ich mich lieber raus. Arminia oder nix! :o)
Hab' gerade mal 'n büschen gesurft, aber ich finde auch nichts bzgl. Paulianer Spottgesänge über den HSV. Wenn mir noch was übern Weg läuft, poste ich aber sofort Bescheid.

Gruß
Hein M
Von der Alster bis zur Elbe stets dasselbe - DSC:
Arminia-Fanclub Hamburg

9

Freitag, 25.10.2002, 09:56

Artikel von heute

Hamburger Abendblatt:
Hollerbach vor dem Comeback

Hamburg - Gerade als der HSV seine kämpferischen Fähigkeiten bemängelte, dachten alle, dass Typen wie Bernd Hollerbach Hochkonjunktur hätten. Doch es kam anders: Statt gesetzt zu sein, wurde der Franke von Trainer Kurt Jara nach dem Wolfsburg-Spiel zusammen mit Jörg Albertz aussortiert.

Für Hollerbach, der daraufhin keinen Kommentar bezüglich Jara abgeben wollte, begann eine Zeit des Leidens. "Natürlich tat es weh, jeden Spieltag nur von der Tribüne aus zu verfolgen. Aber andererseits wusste ich, dass ich mich umso mehr über das Training anbieten musste."

Und das tat er. Bereits am vergangenen Wochenende stand der 32-Jährige beim 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach erstmals seit seiner Verbannung wieder im Kader. Das erste Zeichen?

"Natürlich macht so etwas Hoffnung und spornt an", gibt der durchtrainierte Verteidiger zu, "und da ich immer im Hinterkopf hatte, dass ich schon oft abgeschrieben war und mich trotzdem immer durchsetzte, hatte ich auch dieses Mal keine Zweifel."

Dennoch kommt er eher unverhofft zu seinem Comeback. Weil sich sein direkter Konkurrent Stephan Kling im Training erneut verletzte (Kniereizung), rückt Hollerbach wohl nach. "Wenn Stephan ausfällt, wird Bernd spielen", bestätigt Jara, der sich am Freitag festlegen will. "Er sich zuletzt super verhalten und seine Chance verdient." Allein nützen müsse er sie noch.

Jaras Kommentar ist auch ein Seitenhieb in Richtung Albertz, der sich momentan weder im Training noch außerhalb des Platzes aufzudrängen scheint. Aussagen wie "Ich wurde fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel" ließen Jara erneut Abstand von einer "Begnadigung" nehmen.

Und da hat Hollerbach Albertz einiges voraus: Er schwieg. Und so bestätigte sich auch beim HSV das Sprichwort, dass Schweigen manchmal am wertvollsten ist.

. Horst Eberstein ist gegen seinen Willen ab dem 1. November nicht mehr Team-Betreuer der Amateure. Sein Nachfolger ist Ex-HSV-Amateurspieler Peter Paczkowski. So bestimmte es Sportchef Dietmar Beiersdorfer. sm

erschienen am 25. Okt 2002 in Sport

www.abendblatt.de


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Hamburger Morgenpost:
HSV-Geflüster | 25.10.2002
Hollerbach wieder in der ersten Elf?
Konkurrent Kling verletzt / HSV verhandelt mit Holsten


Gegen Gladbach gehörte er schon wieder zum Kader. Vor der Partie in Bielefeld darf sich Bernd Hollerbach Hoffnungen machen, auf der Alm wieder in der Anfangsformation zu stehen. Der linke Part in der Viererkette könnte frei werden. Stephan Kling musste das gestrige Training wegen starker Knieschmerzen abbrechen. Sein Einsatz ist mehr als fraglich. Eine endgültige Entscheidung soll erst heute fallen. „Wenn er ausfällt, rückt Holler ins Team“, stellt Coach Kurt Jara fest. Der Routinier habe sich in den vergangenen Wochen gut verhalten und trotz seiner Ausmusterung vernünftig trainiert. Jörg Albertz wird gegen die Arminia erneut nicht zum Kader gehören.
Cristian Ledesma hat seine Grippe überstanden, wird morgen spielen können. Für Mehdi Mahdavikia (Hexenschuss) kommt voraussichtlich Collin Benjamin auf der rechten Außenbahn zum Einsatz. Erik Meijer plagt ein Magen-Darm-Virus. Er wird durch den genesenen Sergej Barbarez ersetzt.

Der Milchstraßenverlag („TV Spielfilm“) steigt am Ende der Saison als Sponsor aus. Aber die Marke HSV bleibt interessant. Marketing-Chef Reinhard Geise hat die Verhandlungen mit „Holsten“ intensiviert. Gut möglich, dass die Bier-Brauer neuer Trikotsponsor werden. Ein Wunsch der Fans würde in Erfüllung gehen. Wäre doch mal was …

In den nächsten Tagen will Sportchef Dietmar Beiersdorfer seinen Vorstandskollegen Werner Hackmann und Christian Reichert das neue Scouting-System präsentieren. Rund 15 Späher (darunter die Ex-Profis Harald Spörl, Manfred Kastl und Jürgen Groh) werden in Zukunft für den HSV deutschlandweit Talente sichten. „Dann wollen wir das Netz nach und nach über Europa ausweiten“, sagt Beiersdorfer. Wird ja auch höchste Zeit.

Der Kick bei Arminia Bielefeld wird live im Stadion-Restaurant „Raute“ übertragen.

www.mopo.de