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Freitag, 31.10.2003, 11:27

LR feuert Brinkmann und Ipoua

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Von Franz Prinz

Nur fünf Minuten nach Beendigung der außerordentlichen Sitzung von Aufsichtsrat und Präsidium luden LR- Vize Heinz Jürgen Gosda und Aufsichtsratsmitglied Bernd Mehring zu einem Pressegespräch ein. ,,Es ist sehr wichtig, dass wir die ersten Konturen unserer neuen Konzeption so schnell wie möglich präsentieren, weil die Öffentlichkeit ein Anrecht darauf hat zu wissen, was wir vorhaben’’, begründeten beide die Kurzfristigkeit ihrer Einladung.

Und was sie zu sagen hatten dürfte für die Mannschaft wie ein Donnerhall wirken. ,,Wir trennen uns mit sofortiger Wirkung von Ansgar Brinkmann und Samuel Ipoua’’, erklärte Gosda, während Mehring ergänzte. ,,Aufgrund verschiedener Vorfälle, insbesondere zahlreicher Undiszipliniertheiten wird Ipoua fristlos entlassen, während Brinkmann vom Spielbetrieb suspendiert wird.’’ Man hoffe, dass er so schnell wie möglich einen neuen Verein findet ,, denn es kann ja nicht in seinem Interesse sein, dass er jetzt für die Dauer des Vertrages mit uns nicht mehr Fußball spielt.’’ Brinkmann, so die Begründung, passe einfach nicht mehr in das Umfeld des Vereines.

Ähnliches dürfte fast zeitgleich Trainer Stefan Kuntz der Mannschaft mitgeteilt haben, denn es war abgesprochen, dass diese Informationen noch am Abend der Mannschaft mitgeteilt werden. Und weitere Trennungen sind durchaus möglich. ,,Das hängt entscheidend davon ab, wer sich in den nächsten Spielen reinhängt und wer nicht’’, erklärte Gosda. Er wollte deshalb auch nicht ausschließen ,,weitere Trennungen nach den nächsten ein oder zwei Spielen auszusprechen’’. Durchaus möglich, dass solche Entscheidungen aber erst zur Winterpause getroffen werden. ,,Oder gar nicht, wenn nämlich alle mitziehen und mit Leistung dokumentieren, dass sie zum Verein stehen.’’

Alle Entscheidungen erfolgten übrigens in enger Abstimmung mit Stefan Kuntz. ,,Ist doch klar, dass der Trainer eingebunden ist, denn wir setzen auf Stefan Kuntz.’’

Mit dem Europameister von 1996 wolle man auf jeden Fall die Saison beenden. ,,Und natürlich die Klasse halten, aber wenn dies nicht klappt, arbeiten wir auch in der Regionalliga mit ihm zusammen’’, unterstreich Bernd Mehring die Ernsthaftigkeit der neuen LR- Strategie. Und damit dies auch den Fans deutlich gemacht wird, soll der Präsident persönlich dies den Anhängern vermittelt. ,,Helmut Spikker hat uns zugesagt, dass er hierfür zur Verfügung steht.’’ Ein weiteres deutliches Indiz dafür wie ernst bei LR Ahlen alle die neue Philosophie nehmen.

Dazu passt dann auch die für Anfang der Woche anstehende Verpflichtung von Stefan Beutel als neuen Manager. ,,Er erarbeitet jetzt eine erweitertes Konzept, welches er uns zu Wochenbeginn präsentieren wird und ich gehe davon aus, dass wir danach dann den Vertrag mit ihm unterschreiben werden’’, ist Heinz- Jürgen Gosda zuversichtlich den in der Branche anerkannten Manager nach Ahlen zu holen.


Kommentar: Erste Konturen erkennbar


So langsam kommt Licht ins Dunkle und die ersten Konturen der neuen Philosophie von LR Ahlen sind erkennbar. Das man sich mit Ansgar Brinkmann ausgerechnet von dem Spieler trennt, der Wunschkandidat von Mäzen und Präsident Helmut Spikker war, dürfte auch dem letzten Zweifelnden klar machen, wie ernst es auch der Mann an der Spitze von LR Ahlen mit der neuen Strategie meint.

Und das ist ganz entscheidend für den Klub: denn hinter einer solch gravierenden Entscheidung müssen alle stehen. Ohne Wenn und Aber. Natürlich wünscht sich niemand im Klub, dass es in dieser Saison den Abstieg gibt. Natürlich hoffen alle, dass es wieder schönen und attraktiven Fußball zu sehen gibt. Aber sie wissen: dies geht nur mit leistungswilligen Spielern, mit Spielern, die sich mit dem Verein und vor allem auch ihrem Job total identifizieren.

Damit dies gelingt soll offenbar ein radikaler Schnitt gemacht werden. Spieler, die bislang vielleicht noch gedacht haben, sie könnten sich wieder einmal durchschlängeln, müssten spätestens seit gestern eines Besseren belehrt sein. Ihnen hilft jetzt nur noch eines: Leistung, Leistung, Leistung. Der Verein will keine Schmarotzer mehr, weder auf noch außerhalb des Platzes. Er will auch einmal langfristig mit einem Trainer zusammen arbeiten und ihm die Chance geben, etwas aufzubauen.

Eine einmalige Gelegenheit für Stefan Kuntz, der jetzt zusehen muss, dass auch er eine Aufbruchstimmung im und außerhalb des Teams erzeugt, Vertrauen gibt, um Vertrauen zu bekommen. Schafft er dies, kann eine Menge gelingen. Auch die Fans spielen in der neuen LR – Philosophie eine wichtige Rolle. Sie müssen mitziehen, müssen jetzt Geduld aufbringen, müssen allen im Klub die Chance geben, den neuen Weg ohne Kompromisse zu gehen.

Viele LR – Anhänger haben in den vergangenen Monaten immer wieder über die hochkarätigen Verpflichtungen bei LR gemosert, haben einen Strategiewechsel eingefordert. Jetzt kommt er, jetzt sollten sie ihn auch unterstützen.

Auch wenn die Entscheidungen des Präsidiums in den letzten drei Jahren immer richtig waren, denn Ahlen wurde hierdurch der Zweitligafußball erhalten, wissen alle, das es so nicht weitergehen konnte. Deshalb brechen jetzt andere Zeiten heran – Zeiten mit guten Perspektiven. Daran sollte die gesamte LR- Anhängerschaft denken und mitmachen, mithelfen und dem Klub in dieser ganz wichtigen Phase nicht die Gefolgschaft verweigern.


|AZ, 31.Oktober 2003|

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Freitag, 31.10.2003, 11:30

Zwei Spieler raus anstatt ein Trainer! Mal eine Alternative