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Dienstag, 29.10.2019, 13:32

Muslimische Fußballstars

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Viele Fußballer haben ihre Religion. Jeder glaubt an etwas anderes. Die einen sind Christen, die anderen haben sich dem Islam verschrieben. Im Grunde keine so große Sache, wären da eben nicht die kleinen Unterschiede, die den Alltag auf dem Fußballfeld belasten könnten.

Da ist zum Beispiel der Fastenmonat Ramadan. Für die muslimischen Fußballer einer der wichtigsten Termine im Jahr. Wichtiger als der Sport und genau da beginnt das Dilemma. In diesem Jahr (2019) begann der Ramadan am 05. Mai und endete am 04. Juni. Für muslimische Profispieler eine Gratwanderung zwischen Karriere und Religion. Im Ramadan wird gefastet. Das lässt sich natürlich mit der anstrengenden Tätigkeit auf dem Feld nicht in Einklang bringen. Übrigens gilt das nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen. Der erste muslimische Schiedsrichter, eine Frau, hatte schon damals große Probleme. Nicht nur beim Ramadan, sondern auch in ihrer Religion brach sie ein Tabu. Eine muslimische Frau auf dem Spielfeld, sahen viele damals nicht gerne. Jawahir Roble konnte sich jedoch durchsetzen.

Ramadan und die Auswirkungen im Profisport

Ilkay Gündogan gehört zu den muslimischen Fußballern. Strenggläubig, muss auch er sich an den Ramadan, also an die Fastenzeit halten. Die Leistungen des deutschen Nationalspielers lassen in dieser Zeit natürlich nach. Doch der Fußballstar greift auf eine Ausnahmeregelung zurück, damit er weiterhin optimale Leistung auf dem Platz erbringen kann. Profis (Ausnahmeregelung im Islam) können ihre Fastenzeit nachholen. Sie müssen sich also nicht an die strengen Zeiten des Ramadans halten. Hierzu wurde ein Gutachten durch eine Autorität im Islam abgegeben. Alle Muslime, die beruflich extrem (körperlich) gefordert sind, können den Ramadan einfach verschieben.

Dennoch gibt es muslimische Fußballer, die sich strikt dagegen wehren und auf die feste Fastenzeit nicht verzichten wollen. Sie setzen ihren Glauben als höher als die Karriere. Das führt unweigerlich natürlich auch hin und wieder zu Problemen.

So gab der ehemalige Trainer der Bundesliga, Josef Zinnbauer, dazu an, bereits Erfahrungen mit diesen Überschneidungen gemacht zu haben. Er sprach davon, dass alle Beteiligten damit offen umgehen müssten, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Terminplanung dieser Spieler wird dann an den Ramadan angepasst, wenn der Profi die Belastung nicht tragen kann. Allerdings müsse der Fußballer in diesem Fall auch mit Konsequenzen rechnen. So kann es passieren, dass der Trainer ihn nicht mehr aufstellt.

Und im Amateurbereich?

Hier gelten andere Regeln. Ausnahmen werden im Amateurbereich in der Regel nicht gemacht. Das gilt sowohl für den Trainer, als auch für die Verschiebung der Fastenzeit. Häufig wird sich dann dafür entschieden, den entsprechenden Amateurspieler zu entlasten, damit er körperlich nicht zusammenbricht.

Einfach ist die Situation für die Clubs (egal ob im Amateur- oder Profibereich) nicht. Die religiösen Ansprüche (damit ist nicht nur der Islam gemeint, sondern jede Religion), vertragen sich oft nicht, mit den Erfordernissen im Profisport.