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Samstag, 9.12.2017, 12:06

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1860 gegen Waldhof oder Kassel klingt doch ganz anders als 1860 gegen Pipinsried oder Schalding-Heining.

Ich finde es durchaus richtig, dass die Mannschafts-Zahlen der Verbände/Regionen bei einer Staffel-Einteilung mit berücksichtigt werden.

Nur sollte man das auch nicht überbewerten.
Wenn man sich die aktuelle Staffel-Einteilung mal anschaut, kann das bei der letzten Reform auch nicht das Maß aller Dinge gewesen sein.
Was mMn mindestens genauso wichtig sein sollte ist, dass es in jeder Staffel genug Mannschaften mit Aufstiegs-Ambitionen gibt, ob nun kurz- oder mittelfristig.
Deswegen habe ich auch von Beginn an eine Abneigung gegen die Bayern-Staffel entwickelt.
Während es in allen anderen Staffeln jeweils genug solcher Vereine gibt, sind es in Bayern nur sehr wenige.
Das wäre für mich schon ein Grund, solch einer Staffel einen direkten Aufstiegsplatz zu verwehren.
...


Ist es denn so, dass in dieser Hinsicht jede Staffel so viel besser ist als die aus Bayern?
Klar, in Bayern gibt es Vereine wie Pipinsried, Seligenporten, Schalding-Heining, die aus kleinen Ortschaften kommen, oder wie Illertissen, die offensiv propagieren, dass sie erst gar nicht in die 3. Liga aufsteige wollen, selbst wenn sie die sportliche Qualifikation schaffen sollten.
Aber sind wir mal ganz ehrlich, für mich hören sich Vereine wie Jeddeloh, Drochtersen/Assel, Egestorf-Langreder, Rehden (alle Nord), Luckenwalde, Bautzen, Auerbach, Meuselwitz, Altglienicke, Halberstadt (alle Nordost), Steinbach, Stadtallendorf, Völklingen (alle Südwest), Rödinghausen, Wegberg-Beeck, Erndtebrück, Rhynern (alle West), genauso nach "Dorfvereinen" an, ohne da jetzt jeweils die Einwohnerzahlen recherchiert zu haben oder auf Vollständigkeit bzw. Richtigkeit der Liste zu bestehen.

In den letzten Jahren gab es mit Unterhaching, Regensburg, Würzburg aus Bayern einige Aufsteiger in die 3. Liga und einige Mannschaften, die seit kurzem (teilweise abstiegsbedingt) ihren Aufstiegswillen entdeckt haben, wie z.B. 1860 München, Schweinfurt oder Burghausen (wobei ich da glaube ich letztins mal gelesen habe, dass die sich bald keine aufstiegsfähige Mannschaft mehr werden leisten können).
Im Norden sagt zwar niemand explizit, dass er nicht aufsteigen möchte, aber angesichts mehrerer nahezu übermäßig erscheinender Zweitvertretungen von Bundesligisten, die regelmäßig "richtigen" Vereinen mit relativ großem Vorsprung den Meister wegschnappen (einzige Außnahme der letzten Jahre seit dem Aufstieg von Kiel ist Meppen), halte ich es durchaus für möglich, dass auch im Norden diverse Vereine davon ausgehen, sowieso keine Chance auf den Aufstieg zu haben, dies deswegen erst gar nicht ernsthaft versuchen, und dies lediglich im Gegensatz zu einigen wenigen Vereinen aus Bayern nicht öffentlich kommunizieren. Was natürlich nicht heißen soll, dass sie einen unverhofften Aufstieg dann ablehnen würden, aber das ist reine Spekulation.

562

Samstag, 9.12.2017, 12:33

Ist es denn so, dass in dieser Hinsicht jede Staffel so viel besser ist als die aus Bayern?

Ja.
Natürlich sind mir nicht sämtliche Ambitionen aller 92 Regionalligisten bekannt, aber von so einigen weiß ich schon, dass sie kurz- oder mittelfristig in die 3.Liga wollen.

Nord:
Oldenburg, Lübeck, Flensburg, Wolfsburg
Der HSV würde sich gegen einen Aufstieg sicher auch nicht wehren und in Norderstedt soll der Begriff 3.Liga auch schon mal gefallen sein.

Nordost:
Cottbus, BFC Dynamo, Nordhausen, Viktoria Berlin, Berliner AK
Und auch Lok Leipzig dürfte mal wieder etwas höher hinaus wollen.

West:
Viktoria Köln, Uerdingen, Wuppertal, Oberhausen, Essen, Dortmund, Gladbach
Und bei der Alemannia gehe ich auch einfach mal davon aus.

Südwest:
Saarbrücken, Waldhof, Offenbach, Elversberg, Mainz, Hoffenheim
Bei den Stuttgarter Kickers würde ich mal auch weiter von Drittliga-Ambitionen ausgehen, auch wenn sie derzeit eher in die andere Richtung schauen müssen.
Dazu kommt der FC Homburg, der letzte Saison eigentlich schon auf- statt absteigen wollte, sich aber gerade auf dem besten Wege befindet diesen Betriebsunfall zu korrigieren: 21 Spiele = 21 Siege!

Bayern:
1860, Bayern II und Schweinfurt
Nürnberg will nicht, Illertissen nicht und auch Burghausen nicht.
Wacker hat im Sommer den Profi-Fußball abgeschafft.
Bei Ingolstadt weiß ich es nicht.


edit:
Das Alles natürlich ohne Gewähr. ;)
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563

Samstag, 9.12.2017, 12:59

Ist es denn so, dass in dieser Hinsicht jede Staffel so viel besser ist als die aus Bayern?

Ja.
Natürlich sind mir nicht sämtliche Ambitionen aller 92 Regionalligisten bekannt, aber von so einigen weiß ich schon, dass sie kurz- oder mittelfristig in die 3.Liga wollen.
Die Frage wäre aber jetzt, was hat das für eine Aussagekraft? Und wollen kann man ja viel, ob es realistisch ist, ist nochmal eine andere Frage.
Für immer Arminia!

564

Samstag, 9.12.2017, 13:09

Stichwort RL Bayern. An einem simplen Beispiel kann man aufzeigen, wie absurd dieses Rotationsmodell und das Verlosen von direkten Aufstiegsplätzen ist.
Nehmen wir mal an, 1860 steigt diese Saison auf und Bayern bekommt für 2019 den direkten Aufstiegsplatz neben Südwest und Nordost zugelost. Und neben den kleinen Bayern und Schweinfurt würde kein weiterer Club seine Aufstiegsambitionen entdecken. Dann bleiben also nur diese beiden. Da könnte es durchaus passieren, dass nicht der Meister direkt aufsteigt, sondern der 2. oder 3. Gleichzeitig müssten die aufstiegswilligen Meister aus Nord und West noch um den letzten Aufstiegsplatz spielen. Was für ein Unsinn! :pillepalle:

565

Samstag, 9.12.2017, 13:17

Ist es denn so, dass in dieser Hinsicht jede Staffel so viel besser ist als die aus Bayern?

Ja.
Natürlich sind mir nicht sämtliche Ambitionen aller 92 Regionalligisten bekannt, aber von so einigen weiß ich schon, dass sie kurz- oder mittelfristig in die 3.Liga wollen.
Die Frage wäre aber jetzt, was hat das für eine Aussagekraft? Und wollen kann man ja viel, ob es realistisch ist, ist nochmal eine andere Frage.


Diese Aussage gilt dann aber natürlich auch für den wenigen bayrischen Vereine.
Wenn man auf die aktuelle Tabelle schaut, dann erscheinen die Ambitionen von Schweinfurt und Bayern auch nicht so sonderlich realistisch. ;)
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566

Sonntag, 10.12.2017, 11:50

@Armin E.

Das unter Berücksichtigung der Abmeldungen und einer kompletten zusätzlichen Staffel bei Viergleisigkeit ein schlechteres Verhältnis von zweiten Mannschaften zu ersten Teams ergibt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. 18 Startplätze zusätzlich. Wo sollen da die ganzen Zweitvertretungen her kommen? Und in der aktuellen Regionalliga gibt's auch keine Schwemme. Zur Not halt vier Staffeln mit 20 Teams.

Im Übrigen halte ich es für wenig realistisch, dass eine Mehrgleisige vierte Progiöiga soviel zusätzliches Interesse weckt. Das hat schon in der Drittklassigkeit nicht funktioniert. Im Übrigen steht es schon jetzt jedem Club frei unter Progibedingungen zu arbeiten. Irgendwo muss der Übergang der. Und das ist die Regionalliga. Einen klaren Schnitt gäbe es auch beim anderen Modell nicht. Dafür müsste man Auf- und Abstieg zwischen Profis und Amateuren abschaffen.
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Sonntag, 10.12.2017, 16:08

@Armin E.

Das unter Berücksichtigung der Abmeldungen und einer kompletten zusätzlichen Staffel bei Viergleisigkeit ein schlechteres Verhältnis von zweiten Mannschaften zu ersten Teams ergibt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. 18 Startplätze zusätzlich. Wo sollen da die ganzen Zweitvertretungen her kommen? Und in der aktuellen Regionalliga gibt's auch keine Schwemme. Zur Not halt vier Staffeln mit 20 Teams.


?(
Es geht doch um den Vergleich zwischen der zweigleisigen 3.Liga (bis 2008 ) und einer möglichen zweigleisigen 4.Liga.
Und in letzterer wäre der Anteil an Zwoten sicher nicht kleiner als früher in der 3.
Wenn man jetzt in den 5 RL ganz aktuell den Strich bei Platz 8 ziehen würde (5 x 8 = zwei 20er Staffeln), dann wären es 11 zweite Mannschaften.
11 von 40 im Vergleich zu 9 von 37 von 2008.
Nur mal so als Beispiel.
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568

Sonntag, 10.12.2017, 16:36

Missverständnis. Ich rede von einer viergleisigen Regionalliga im Vergleich zur Dreigleisigen jeweils als vierte Spielklasse. Also nicht bis 2008, sondern ab 2008 und da war es wirklich krass mit den Zweitvertetungen.
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569

Sonntag, 10.12.2017, 16:45

Dein Einwand bezüglich der Zwoten bezog sich aber auf meinen Beitrag zu einer möglichen zweigleisigen 4.Liga. ;)

Ansonsten: Ob nun 4 oder 5 Staffeln, die Anzahl der Zwoten ist auf ein erträgliches Maß zurückgegangen.
Und ich denke die Zahl wird auch noch weiter sinken, wenn auch eher langsam.
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570

Sonntag, 10.12.2017, 21:58

Deswegen schrieb ich ja auch Missverstädnis. ;)

Insgesamt finde ich die 5 Regionalligen gar nicht mal so schlecht, da es endlich halbwegs stabil läuft mit dem Übergang zwischen Eingleisigkeit und Mehrgleisigkeit, zwischen Profitum und Semiprofitum bzw Amateuren. Wäre da nicht die umstrittene Aufstiegsregelung würde sich da niemand mehr dran trauen. Die Viergleisigkeit wird auch nur ein Versuch sein möglichst viele Staffeln bei akzeptabler Aufstiegsregelung zu halten. Da wird für eine neue zweigleisige Profiliga kein Platz sein (und jetzt kommt der passende Vergleich), denn das hat schon auf Level 3 nicht funktioniert.
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571

Montag, 11.12.2017, 14:54

Kölner Klüngel hier, Kölner Klüngel da ...

https://www.ksta.de/sport/fussball/fc-vi…feuert-29275122