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1

Donnerstag, 5.07.2012, 20:06

Regeländerungen im Fußball

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Hab diesen Fred mal erfunden, weil mich eine Sache total aufregt und ich diese Sache nirgendwo zuordnen konnte.

http://www.kicker.de/news/fussball/intli…nd-hawkeye.html

Nachdem der Torrichter bei der EM so grandios funktioniert hat (Vorsicht, Ironie), wird nun auf andere Art und Weise versucht, diesem tollen Sport die Seele zu rauben.

Der Fußball lebt durch strittige und grenzwertige Entscheidungen. Auch Fehlentscheidungen durch die Schiedsrichter macht diesen Sport so interessant. Das Spiel lebt durch die MENSCHEN.
Leider drifftet der Fußball m.M. nach in eine völlig falsche Richtung. Der Schweizer Verbrecher setzt alles daran, amerikanische Verhältnisse einzuführen. Die nötigen Verträge mit Chip-Herstellern wird der Schmierlapp sicherlich schon eingetütet haben. Und bestimmt nicht zu seinem finanziellen Nachteil. Die Zukunft wird wohl so aussehen, daß während des Spiels mehr diskutiert und recherchiert wird, als daß die Kugel rollt.

Sollte sich dieser Schwachsinn durchsetzen, wird ein weiterer Teil des Sports getötet werden.
"Jetzt rollen wir das Feld von hinten auf"

Stefan Ortega nach dem 2:1-Heimsieg gegen Unterhaching

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rechtsaussen« (5.07.2012, 20:07)


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2

Donnerstag, 5.07.2012, 20:15

Du findest es also Fair wenn ein Tor, dass durchaus über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, nicht gegeben wird, obwohl es von der Mannschaft A erzielt wurde?
Soll man stattdessen einfach die Augen zu machen (Torkamera weglassen) und sagen: Pech, wenn ihr kein eindeutiges Tor erzielt?

Man könnte vielleicht die Regel ändern in dem ein Tor nur dann zählt, wenn das Netz berührt wurde. Das sollte sich ja eindeutig erkennen lassen, oder? ;)
(Achtung Ironie!)

Was ist denn so schlimm daran, dass man, wenn die Technik vorhanden ist, das Spiel einfach nur fairer macht. Wieso sollte man einer Mannschaft ein Tor nicht zugestehen, dass sie regulär erzielt haben?

Das alles damit zu begründen dass sonst die Seele des Spiels kaputt geht halte ich für übertrieben. Was haben wir denn jetzt, wenn solche eine Fehlentscheidung getroffen wird? Die Spieler der benachteiligten Mannschaft regen sich furchtbar auf, lassen ihre Agressivität am Schiedsrichter aus, der die ärmste Sau ist, da er solch enge Entscheidungen einfach nicht mit 100% Sicherheit sehen KANN. Sogar deshalb wird das Spiel vielleicht kurz unterbrochen. Da kann man gleich kurz mal die Kamera bemühen.
Und ausserdem treten solche Situationen ja nicht all zu oft auf, als dass nun das ganze Spiel drunter leiden würde. Das ist vielleicht in jedem zehnten Spiel mal, wenn überhaupt (gibt es dazu ne Statistik?)

Wichtig ist halt, dass man klar definiert, dass diese Technik ausschließlich für die "Torproblematik" verwendet wird.

Aber dir, Rechtsaussen, sind vielleicht Wut und Agression wichtiger als eine klare Entscheidung, die jeder nachvollziehen und akzeptieren kann?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RalfBSM« (5.07.2012, 20:17)


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3

Donnerstag, 5.07.2012, 20:25

Zitat

Original von RalfBSM
Du findest es also Fair wenn ein Tor, dass durchaus über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, nicht gegeben wird, obwohl es von der Mannschaft A erzielt wurde?
Soll man stattdessen einfach die Augen zu machen (Torkamera weglassen) und sagen: Pech, wenn ihr kein eindeutiges Tor erzielt?

Man könnte vielleicht die Regel ändern in dem ein Tor nur dann zählt, wenn das Netz berührt wurde. Das sollte sich ja eindeutig erkennen lassen, oder? ;)
(Achtung Ironie!)

Was ist denn so schlimm daran, dass man, wenn die Technik vorhanden ist, das Spiel einfach nur fairer macht. Wieso sollte man einer Mannschaft ein Tor nicht zugestehen, dass sie regulär erzielt haben?

Das alles damit zu begründen dass sonst die Seele des Spiels kaputt geht halte ich für übertrieben. Was haben wir denn jetzt, wenn solche eine Fehlentscheidung getroffen wird? Die Spieler der benachteiligten Mannschaft regen sich furchtbar auf, lassen ihre Agressivität am Schiedsrichter aus, der die ärmste Sau ist, da er solch enge Entscheidungen einfach nicht mit 100% Sicherheit sehen KANN. Sogar deshalb wird das Spiel vielleicht kurz unterbrochen. Da kann man gleich kurz mal die Kamera bemühen.

Aber dir, Rechtsaussen, sind vielleicht Wut und Agression wichtiger als eine klare Entscheidung, die jeder nachvollziehen und akzeptieren kann?


Genau alles das was du anprangerst an den Fehlentscheidungen, macht diesen Sport aus.
Emotionen, Reaktionen, Gefühlsausbrüche.

Ist doch scheissegal, ob ein Schiedsrichter immer zu 100% richtig entscheidet.
Der Schiedsrichter ist ein Mensch und Menschen machen Fehler. Sowas muss man einfach mal akzeptieren. Und Fehlentscheidungen gleichen sich im Laufe einer Saison meistens aus.

Wir könnten den Spielern auch Chips implantieren, um Abseitssituationen aufzuklären. ;)
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4

Donnerstag, 5.07.2012, 21:06

Also ich für meinen Teil kann auf solche Fehlentscheidungen und die daraus resultierenden Emotionen verzichten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Count« (5.07.2012, 21:06)


5

Donnerstag, 5.07.2012, 21:07

Das mit der Torerkennung finde ich noch ok. Mehr technische Mittel sollten aber nicht eingesetzt werden.
Für immer Arminia!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Exteraner« (5.07.2012, 21:07)


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Donnerstag, 5.07.2012, 21:24

Ich bin auch definitiv für den Videobeweis im Fußball. Ist eine Mannschaft der Meinung, der Ball habe die Torlinie überquert, gehen sie einfach zum Siedsrichter und fordern den Videobeweis. Umgekehrt kann natürlich auch die andere Mannschaft versuchen, das Gegenteil zu bestätigen. Das Ganze funktioniert doch im Tennis auch wunderbar, und das seit Jahren.

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7

Donnerstag, 5.07.2012, 21:43

Diese Entscheidung ist längst überfällig. Welches Gegenargument gibt es wirklich, dass höher einzuschätzen ist als die korrekte Entscheidung "Tor" oder "nicht Tor" ? Wir erinnern uns an Tore, die keine waren und noch häufiger an jene, die drin waren, aber nicht anerkannt wurden. Hier eine Sicherheit zu haben ist neben der Gerchtigkeit auch der finanzielle Rahmen von großer Bedeutung, der durch solche Fehlentscheidungen beeinflußt wird.
Das Spiel lebt von Emotionen und Fehlentscheidungen. Wohl wahr und gerade das macht es auch aus, aber ich kann nicht sehen, dass durch eine Torkamera dem Spiel Emotionen geraubt werden, auf die man gut gerne verzichten kann. Hier überwiegt die Wahrheit doch vor dem Argument der Emotionen und Endlosdiskussionen, die aus solchen Szenen entstehen. In Zukunft werden die Spieler weiterspielen, bis der Ball wirklich drin ist, ohne langes Lamentieren. Gut so.
Meine Jahre der Leidenschaft
Aufstiege:1970,78,80,95,96,99,2002,2004,2013,2015
Abstiege :1972,79,85,98,2000,2003,2009,2011,2014
03.10.1970:Arminia-Bayern1:0;Braun
10.03.1979:Bayern-Arminia 0:4;Eile(2),Graul,Schröder
06.11.1982: Dortmund-Arminia11:1
13.02.2005:Arminia-Bayern 3:1;Porcello,Buckley(2)
11.05.2013:Arminia-Osnabrück1:0;Hille


:arminia: Wir sind Ostwestfalen-stur·hartnäckig·kämpferisch :arminia:

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8

Donnerstag, 5.07.2012, 21:45

Zitat

Original von Rechtsaussen
Ist doch scheissegal, ob ein Schiedsrichter immer zu 100% richtig entscheidet.
Der Schiedsrichter ist ein Mensch und Menschen machen Fehler. Sowas muss man einfach mal akzeptieren. Und Fehlentscheidungen gleichen sich im Laufe einer Saison meistens aus.


Ahja..und wann gleicht sich das nicht gegebene Tor der Ukrainer wieder aus? Bei der nächsten EM wo sie garnicht dabei sind?

Scheinbar hast du nicht genau gelesen, dass diese Mittel erstmal bei der Club-WM, dem Confederations-Cup und der WM 2014 eingesetzt werden sollen. Und wenn dann im Halbfinale Deutschland dank dieser Technik ins Finale kommt, dann regst du dich wahrscheinlich trotzdem noch auf, dass das ja hätte garnicht sein dürfen. ;)

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9

Donnerstag, 5.07.2012, 22:31

Naja, das spezielle Tor der Ukraine war irregulär, da zuvor ein Spieler im Abseits stand. Ging nur leider nicht durch die Medien, auf "deinerTube" lässt sich der Beweis allerdings finden.

Dennoch eine begrüßenswerte Änderung, aber, wie Exteraner schon schrieb, sollte das der einzige technische Eingriff sein.

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10

Donnerstag, 5.07.2012, 23:01

Gerade das dürfte aber das Problem sein: Wenn man einmal mit technischen Hilfsmitteln begonnen hat, wird sich das immer weiter ausweiten. Wieso z.B. nur die Torlinie überwachen?

Mit der gleichen Technik lässt sich auch entscheiden, ob der Ball im (Tor)Aus war. Setzt man den Spielern noch Chips in die Kleidung ein, kann man auch Abseitspositionen ermitteln etc.pp.
Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

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11

Freitag, 6.07.2012, 03:33

Zitat

Original von almgänger 72
Diese Entscheidung ist längst überfällig. Welches Gegenargument gibt es wirklich, dass höher einzuschätzen ist als die korrekte Entscheidung "Tor" oder "nicht Tor" ? Wir erinnern uns an Tore, die keine waren und noch häufiger an jene, die drin waren, aber nicht anerkannt wurden....


Du beantwortest deine Frage im nächsten Satz selbst.
Wir werden uns an solche Tore nicht mehr erinnern. Das ist das größte Gegenargument.
Das Wembleytor beispielsweise hätte es nie gegeben. Generationen von Fußballfans diskutieren über das Tor. Das Tor ist Teil der Fußball-Weltgeschichte. Mir persönlich ist so ein "Mythos" lieber als ein schnöder Blick auf die Videoanalyse.
Spieler machen Fehler, Trainer auch. Das sollte man auch den Schiedsrichtern zugestehen und akzeptieren. Der Fußball lebt auch von diesen menschlichen Fehlern und macht ihn dadurch sehenswert.

Anturios Bedenken sind nicht unbegründet. Wo drifftet das Ganze hin, wenn man anfängt auf diese Art und Weise ins Spiel einzugreifen?
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Stefan Ortega nach dem 2:1-Heimsieg gegen Unterhaching

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rechtsaussen« (6.07.2012, 03:49)


12

Freitag, 6.07.2012, 09:59

Mal ddavon ab, dass es auch mit Torlinientechnik genug Stoff zum Diskutieren und zum Aufregen(Elfer ja/nein, Handspiel ja/nein, Tätlichkeit/rote Karte ja/nein, Abseits ja/nein) gibt, sehe auch ich diese Entscheidung als absolut überfällig an.

Ich brauche die Diskussion ums Wembley Tor nicht. Evtl. hätten wir mit der Technologie von heute dann schon 4 Sterne auf dem Trikot. Durch so eine Entscheidung wurde eine WM entschieden! Sorry, aber das kann man doch nicht ernsthaft wollen und gutheißen.

Und der Schwachsinn von wegen "das gleicht sich immer wieder aus" ist doch ne Reflexantwort, die in entscheidenen Momenten keinem hilft. Bei einem Turnier sowieso nicht und in entscheidenen Ligaphasen willst du diese Phrase auch nicht hören.
Dasselbe gilt für das Argument "Spielverzögerung". Wenn man die Technik vernünftig einsetzt, dann gibt es da weniger Verzögerung durch als wenn eine Meute hinterher den Schiri bestürmt und eine Diskussion führt, die sie sowieso verlieren.

Was mir Sorgen macht, ist Folgendes. Auch Technik ist nicht unfehlbar. Ob es so sinnvoll ist, irgendwelchen Schnickschnack in Fußbälle einzubauen, reinzustecken(beeinträchtigt das nicht die normale Bewegung des Balls, das Ballgefühl an sich?), gegen den 90 Minuten getreten wird, da bin ich ernsthaft gespannt. Fällt sowas das erste Mal aus oder macht ne falsche Meldung, dann ist die nächste Diskussion da.
Darum bin ich auch eher für die Torkamera, wo oben einer sitzt und dem Schiri im Zweifelsfall Meldung macht. Und im Vergleich zum Chip im Ball, wäre ich auch eher fürs Hawk Eye.

Tor oder nicht Tor ist ein Anfang und zwingend notwendig. Die Technik ist da, also soll man sie auch nutzen. In anderen Entscheidungen ist es sicher grenzwertig, aber wenn ich mir das Argentinien-Mexiko Spiel 2010 mit dieser haarsträubenden Abseitstellung in Erinnerung rufe(die lief ja ironischer Weise noch über Stadionmonitor), dann wird mir auch da schlecht. Und auch sowas wäre mit einem Schiri am Monitor, über Funk verbunden schnell und ohne große Unterbrechung zu lösen. Auch da natürlich mit der Einschränkung nur in Situationen "Tor oder nicht Tor".
Mathias Hain: "Wir standen zwei Mal im Pokal-Halbfinale und waren fünf Jahre in der ersten Liga. Da darf man doch jetzt nicht so schlecht dastehen"

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13

Freitag, 6.07.2012, 10:02

Regeländerungen gab es schon immer. Irgendwann durfte gewechselt werden, dann kam die Rückpassregel etc...

Der Unterschied ist, dass Technik nun zum Einsatz kommt, wie n anderen Sportarten auch. Wie weit sollte durch Technik ein Spiel entschieden werden dürfen? Jetzt ist der Anfang, wo ist das Ende? In welchen Ligen sollte die Technik genutzt werden? Würden wir als Drittligist davon betroffen sein oder doch erst ab zweiter Liga aufwärts?

Es gibt noch einige Fragen, die offen sind. Für mich sollte das Fussballspiel einfach bleiben, denn so ist es groß geworden und wir sind davon fasziniert. Dazu gehören auch Fehlentscheidungen.
Adler gehören in ihren Horst und nicht auf den Fussballplatz

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14

Freitag, 6.07.2012, 11:43

ich bin schon auf die Diskussionen gespannt, wenn die Technik bei einer strittigen Entscheidung mal aussetzt oder nicht so funktioniert, wie sie sollte :D

Die neuen Torrichter gehen da ja mit gutem Beispiel voran. ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »OhLeoIsoaho« (6.07.2012, 11:44)


15

Freitag, 6.07.2012, 11:50

Zitat

Original von Anturios
Gerade das dürfte aber das Problem sein: Wenn man einmal mit technischen Hilfsmitteln begonnen hat, wird sich das immer weiter ausweiten. Wieso z.B. nur die Torlinie überwachen?

Mit der gleichen Technik lässt sich auch entscheiden, ob der Ball im (Tor)Aus war. Setzt man den Spielern noch Chips in die Kleidung ein, kann man auch Abseitspositionen ermitteln etc.pp.


Das ist alles aber doch extrem unrealistisch. Also bei der FIFA muss man wohl keine Sorgen haben, dass sich das ganze ausweitet. ;)
Und nicht zuletzt ist das ja auch eine finanzielle Frage.
Für immer Arminia!

16

Freitag, 6.07.2012, 14:56

Zitat

Original von Rechtsaussen

Zitat

Original von almgänger 72
Diese Entscheidung ist längst überfällig. Welches Gegenargument gibt es wirklich, dass höher einzuschätzen ist als die korrekte Entscheidung "Tor" oder "nicht Tor" ? Wir erinnern uns an Tore, die keine waren und noch häufiger an jene, die drin waren, aber nicht anerkannt wurden....


Du beantwortest deine Frage im nächsten Satz selbst.
Wir werden uns an solche Tore nicht mehr erinnern. Das ist das größte Gegenargument.
Das Wembleytor beispielsweise hätte es nie gegeben. Generationen von Fußballfans diskutieren über das Tor. Das Tor ist Teil der Fußball-Weltgeschichte. Mir persönlich ist so ein "Mythos" lieber als ein schnöder Blick auf die Videoanalyse.
Spieler machen Fehler, Trainer auch. Das sollte man auch den Schiedsrichtern zugestehen und akzeptieren. Der Fußball lebt auch von diesen menschlichen Fehlern und macht ihn dadurch sehenswert.

Anturios Bedenken sind nicht unbegründet. Wo drifftet das Ganze hin, wenn man anfängt auf diese Art und Weise ins Spiel einzugreifen?


Ich kann auf solche Mythen ebenfalls verzichten.
Das mit Torkamera und/oder Chip im Ball ist gut und sehr sehr lang überfällig.
Im übrigen greift niemand ins Spiel ein, es wird lediglich verifiziert ob ein mutmaßliches Tor auch ein tatsächliches Tor ist.
Und das Schiris Fehler machen ist klar - dem Schiri wird durch den technischen Kram abgenommen, wirklich "verhängnisvolle" Fehler zu machen (siehe Tor/nicht Tor bei dem EM).

Aber wir können natürlich auch Abseits, gelbe und rote Karten usw. auch wieder abschaffen, die ganzen Dinge gab es um 1900 ja auch noch nicht....dann gibt es sicher noch viel mehr "Mythen" aufm Platz :D

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17

Dienstag, 10.07.2012, 09:33

Zitat

Original von Anturios
Gerade das dürfte aber das Problem sein: Wenn man einmal mit technischen Hilfsmitteln begonnen hat, wird sich das immer weiter ausweiten. Wieso z.B. nur die Torlinie überwachen?

Mit der gleichen Technik lässt sich auch entscheiden, ob der Ball im (Tor)Aus war. Setzt man den Spielern noch Chips in die Kleidung ein, kann man auch Abseitspositionen ermitteln etc.pp.


Das ist ein guter Punkt und auch so ziemlich der einzige Einwand, der in meinen Augen gegen die Tor-Technik spricht. Unter Umständen wird hier ein Prozess in Gang gesetzt, der sich irgendwann verselbständigt. Durch klare Abgrenzung bzw. Definition des Einsatzgebietes kann man dem aber Herr werden. Und wahrscheinlich ist das auch nicht unbedingt, da es ja schon Ewigkeiten dauert, bis sich überhaupt diese Tor Technik durchsetzt.

Ansonsten bin ich aber auch klar für die Tor Technik, welche auch immer das sein wird. Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. So muss die Technik absolut einwandfrei funktionieren (am ehesten scheint mir das noch bei der Magnetfeldgeschichte der Fall zu sein). Es kann ja nicht so schwer sein, einem Ball magnetische Eigenschaften zu geben. Sei es durch Zusätze in den Nähten oder eingearbeitete Stücke ins Leder. Grundsätzlich kann es nicht so schwer sein, eine Technik bereitzustellen, die so etwas zu leisten imstande ist. Das Problem liegt meines Erachtens vor allem in der Wartung und der Prüfung vor einem Spiel. Wie stellt man sicher, dass die Technik richtig funktioniert? Letztlich sollte das aber alles problemlos machbar sein. Wir fliegen schließlich schon seit über 40 Jahren auf den Mond. Da muss man doch feststellen können, ob so ein dämlicher Ball im Tor war oder nicht.

Zusätzlich muss natürlich gewährleistet sein, dass der Spielfluss nicht unterbrochen wird. Das spricht meines Erachtens auch gegen das Hawk Eye. Protest darf nicht zum strategischen Mittel werden, um einen möglichen Konter zu unterbinden wie diese ständigen "Verletzungen" während eines Fußballspiels. Das hat man mit der Einbindung des Schiedsrichters ja recht gut in den Griff bekommen. Selbst wenn man das Spiel bis zur nächsten Unterbrechung weiterlaufen ließe, um erst dann zu prüfen, würde Spielfluss verloren gehen. Die Prüfung sollte also möglichst unmittelbar und automatisch erfolgen können.

Was man auch überlegen muss: Für welche Wettbewerbe gilt diese Technik? Für die erste und zweite Bundesliga? Wird sie im DFB-Pokal eingesetzt, wenn sie verfügbar ist? Es ist ja auch wichtig für die Schiedsrichter, nach einheitlichen Regeln und unter gleichen Voraussetzungen pfeifen zu können. Bzgl. der Kosten der Technik folge ich dem Holzhäuser. Der fordert, die Kosten durch den neuen TV-Vertrag zu erstatten von Seiten des DFB. Dem kann ich mich nur anschließen, das Geld läuft sonst eh nur in weiter erhöhte Gehälter oder Berater Honorare. Die kosten sind ja eh relativ überschaubar. Je nach Technik geht man bisher von 150-300.000€ aus. Pro Spielstätte. Für einen Bundesligisten sollte das kein Problem darstellen. Die Rasenheizungen waren deutlich teurer.

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18

Montag, 24.03.2014, 20:03

Ich bin froh, daß die Clubs gegen die Torlinientechnik entschieden haben.
Und das hatte sicherlich nicht nur finanzielle Hintergründe.
Wie ich ja weiter oben schon angemerkt habe, würde es m.M. nach einen Teil der Seele dieses Spiels rauben.
Das sehen die meisten Verantwortlichen der Vereine scheinbar genau so.

Laßt diesen geilen Sport so, wie er ist.
Regt euch über Schiedsrichterentscheidungen auf, diskutiert und streitet darüber.
Das gehört einfach dazu. Aber akzeptiert und respektiert sie am Ende.
Das ist Fußball.

Ich bin kein Schiedsrichter und ich würde diesen undankbaren Job auch äußerst ungern machen wollen.
Aber ich bin den Menschen dankbar, die es Woche für Woche machen.
Wenn man sich mal vor Augen hält was sich die Jungs gerade in den unteren Ligen an den Kopf werfen lassen müssen, verdient das schon nen fetten Respekt.
Schiedsrichter treffen zu 99% die richtige Entscheidung.
Und mit dem einen Prozent Fehlentscheidungen kann ich sehr gut leben.
Es entscheidet am Ende nicht über Auf- oder Abstieg. Nicht über Meisterschaften.
Jede Mannschaft hat 90 Minuten Zeit, ein Spiel für sich zu entscheiden.

Der Sport lebt auch durch die Schiris und ihre Entscheidungen.

FU Blatter
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19

Montag, 24.03.2014, 22:22

So ein Blödsinn...Handball,Eishockey und alle anderen Sportarten haben technische Hilfsmittel schon jahrelang. Nur Fussball würde die Seele geraubt. Was für ein Unsinn. Naja..passt gut zu dem Haufen verkalkter Herren beim DFB.

20

Montag, 24.03.2014, 22:46

An sich fänd ich die Torlinientechnik gut und wichtig, aber wenn Arminia sich dadurch 200.000 € spart, verzichte ich gerne. Sowas ist für uns verdammt viel Geld und wir sind in dieser Liga sicher nicht die einzigen, die so eine Summe nicht so mal eben aus dem Ärmel schütteln.
"Was da im Internet zwischen 22 Uhr und halb eins von Halbakademikern betrieben wird, ist unsäglich und desaströs. Denen sollte man ein Kicker-Managerspiel schenken, aber aus dem Profifußball sollten sie sich raushalten. Davon haben sie keine Ahnung." (Heribert Bruchhagen)